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Düren: Schüler und der Stoff der Zukunft

Düren : Schüler und der Stoff der Zukunft

Offenbar ist es Stoff, aus dem die Zukunft ist: Wasserstoff und die Brennstoffzelle. Neun Schüler und Schülerinnen der 10. Klasse des Rurtal-Gymnasiums und der Angela-Schule erforschen die Energiefragen von morgen.

„Es braucht eigentlich nur einen Schluck Wasser, etwas Elektrochemie und ein wenig Sonne - und schon läuft ein Motor”, beschreibt Wiktor Jedraszczyk den Versuchsaufbau.

Solarzellen liefern die benötigte Energie, und ein Katalysator spaltet Wasser in Wasser- und Sauerstoff. Der Wasserstoff gelangt dann zur Brennstoffzelle und erzeugt genügend Strom, um einen kleinen Ventilator anzutreiben.

Gleich nebenan haben die Schüler mehrere Brennstoffzellen zu einem Energiepack zusammengeschlossen und treiben damit ein kleinen Windpark an.

„Leave your footprint” heißt die Initiative der Rüttgers-Stiftung, die dieses Experiment für die jungen Forscher ermöglicht hat. „Neugier ist in den Naturwissenschaften ungemein wichtig, um die Dinge zu verstehen”, weiß Chemielehrer Lothar Schäkel um die Bedeutung von packenden Experimenten.

Er begleitet die eifrige Schüler-AG nach dem Unterricht bei ihren suchenden Fragen rund um die Technik.

„Ich mag Versuche lieber als nur Formeln zu berechnen”, bestätigt Maria Pollacz. Ihr naturwissenschaftliches Interesse entwicklete sich in der sechsten Klasse. Dort hat sie im Chemieunterricht mit Eiswürfeln, Wasser und Salz experimentiert. Dabei ist die Temperatur unter 0 Grad Celsius gesunken.

„Heute sind die Formeln weniger das Problem, um sich der Chemie zu nähern”, so Maria weiter. Sie ist neugierig auf die neuen Dinge und die Frage, dies im Leben auch umzusetzen. Ein erstes Ergebnis ist: 80 Prozent Wirkungsgrad hat die kleine Zelle und ist somit dem Otto-Motor weit überlegen.

„Es ist schon erstaunlich, dass sich der Ventilator mit wenig Wasserstoff sehr lange dreht. Da will ich natürlich wissen, warum das möglich ist”, ergänzt Vanessa Penner.

Bei ihren Experimenten haben die Jungforscher nicht nur die Technik im Auge, sondern stellen auch Fragen über die Zukunft. „Was ist zu tun, wenn Öl und Gas zu Ende gehen? Wie halten wir unseren Lebensstandard”, fragt sich Jannik Uhlemann, und Wiktor Jedraszczyk will nicht weiter von anderen Staaten abhängig sein.

„Wir dürfen nicht zusehen, wie Asien immer mächtiger wird, sondern müssen selbst neue Techniken und Energiereserven entwickeln”, ist Hannah Müller motiviert anzupacken.

Noch zehn weitere Doppelstunden, dann ist das Projekt zu Ende. Danach werden alle Ergebnisse in einer Dokumentation zusammengefasst.