Kreuzau: Schüler sprüht Pfefferspray: 23 Personen im Krankenhaus

Kreuzau: Schüler sprüht Pfefferspray: 23 Personen im Krankenhaus

Ein 14-jähriger Schüler der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen hat am Freitag gegen 9.15 Uhr mit Reizgas im Flur des ersten Obergeschosses der Schule herumgesprüht. Für fast zwei Dutzend Schüler und Lehrer hatte das schmerzhafte Folgen.

Laut Guido Steg, Schuldezernent der Gemeinde Kreuzau, klagten die Betroffenen über eine Reizung der Augen und über Atemwegsbeschwerden. „Es wurden 23 Personen ins Krankenhaus gebracht. Wir wollen sichergehen, dass die Betroffenen keine Folgeschäden erleiden und sie zur Sicherheit generell durchchecken“, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung.

Wie Polizei mitteilte, soll es sich bei dem Reizgas um Pfefferspray handeln, das zur Tierabwehr benutzt wird und frei verkäuflich ist. Wie der Junge an die Spraydose gelangt ist, war zunächst unklar. „Das müssen die weiteren Untersuchungen ergeben“, sagt eine Sprecherin der Dürener Polizei.

Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. „Fahrlässig deswegen, weil der Junge nicht gezielt Mitschüler und Lehrer angesprüht hat“, ergänzt die Sprecherin. Der 14-Jährige soll nach Angaben der Beamten, das Spray auf den Boden gesprüht haben, worauf sich daraufhin Dämpfe verbreitet haben. Die führten bei Schülern und Lehrer zu Augenreizungen und Atembeschwerden.

Juristisches Nachspiel

Andrea Volk, Leiterin der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen, hatte nach dem Vorfall mit den Eltern des Jungen gesprochen. „Es wird ein juristisches Nachspiel geben“, sagt sie.

Die Eltern der betroffenen Kinder wurden ebenfalls durch die Schulleitung informiert. „Wir haben eine Hotline eingerichtet und die Pressemitteilung der Gemeinde Kreuzau auf unsere Homepage gestellt“, sagt Volk.

Der Unterricht auf der betroffenen Etage wurde in andere Räume verlegt. Die Polizei hat den Flur, der inzwischen gereinigt wurde, wieder freigegeben.