Düren: Schüler der Jahrgangsstufe Q2 ist mit den Osterferien die Schulzeit vorbei

Düren : Schüler der Jahrgangsstufe Q2 ist mit den Osterferien die Schulzeit vorbei

Mit den Osterferien ist die Schulzeit ist vorbei. Zumindest für die Jahrgangsstufe Q2, die Abiturientia der Dürener Gymnasien und Gesamtschulen. Doch bevor es an die Abiturprüfungen geht, wird die letzte Woche ausgiebig gefeiert. Die sogenannte „Mottowoche“ ist ein Event, auf das sich Schüler schon lange gefreut haben.

„Seit der fünften Klasse fiebere ich diesen Tagen entgegen“, sagt Lara Faßbender, Schülerin des St.-Angela-Gymnasiums. „Man weiß, dass man bald nie wieder in die Schule gehen muss und kann Sachen anziehen, die man sonst nicht tragen würde.“

Jeden Tag gibt es ein anderes Motto, zu dem die Schüler sich verkleiden. „Schlafmütze“, „Assi-Tag“, „Sportler“, oder „Helden der Kindheit“ sind nur einige davon. Die Umsetzung fällt oft exotisch aus, der Fantasie der Schüler sind fast keine Grenzen gesetzt: Am Tag „Helden der Kindheit“ wimmelt es im Stiftischen Gymnasium von beliebten Figuren aus Kinderbüchern und -filmen: Bibi Blocksberg, Bob der Baumeister und sogar „Pearl“ aus dem Musical Starlight Express sind dabei. Wie es sich für die Figur gehört, natürlich auf Rollschuhen. „Da müssen die Lehrer manchmal ein Auge zudrücken“, sagt Jahrgangsstufenleitung Jürgen Schulte vom Stiftischen Gymnasium.

„Die Sicherheit der Schüler geht natürlich vor. Aber wenn jemand in der Mottowoche mit dem Skateboard oder auf Rollschuhen in die Schule kommt, wird das an diesen Tagen geduldet.“ Anders sieht es beim Alkohol aus. Der ist auch in der letzten Schulwoche verboten: „Die Schüler müssen sich nach wie vor an Regeln halten, es findet auch normaler Unterricht statt“, sagt Schulte. Schließlich stehen die wichtigen Abiturprüfungen noch bevor. Kleine Streiche erlauben sich die Abiturienten trotzdem: Die 19-jährige Vanessa Mulder vom St.-Angela-Gymnasium erzählt: „Am Schlafmützentag haben wir uns auf Sportmatten vor das Lehrerzimmer gelegt und sind zehn Minuten später zum Unterricht erschienen - schließlich haben wir verschlafen.“

Auch Lehrer haben Spaß

Heute, am letzten Schultag, müssen die Lehrer sich beim sogenannten „Abi-Gag“ kleinen Herausforderungen stellen: Topfschlagen, Wettlaufen und sich den Weg ins Klassenzimmer freikämpfen, den die Schüler zuvor mit Pappkartons versperrt haben. Das ist auch für die Lehrer lustig, und das gehört zur Mottowoche dazu, findet Jahrgangsstufenleitung Britta Statzner vom St.-Angela-Gymnasium: „Die Schüler genießen ihre letzten Tage“, sagt sie. „Da sind auch Späße erlaubt.“ Ansonsten verlaufe die Woche fröhlich und ohne Probleme. Eigenwillig sei nur, wie die Schüler manches Mottos, etwa den „Assi-Tag“, interpretieren: Grell geschminkt, mit Babypuppe auf dem Arm oder Kissen unter dem Bauch, ist eine beliebte Verkleidung.

Die besonders Kreativen haben sich noch Bierdosen als Wickler in die Haare gerollt oder einen Einkaufswagen vom Discounter mitgebracht. Zu einem der beliebtesten Mottotage zählt aber auch der heutige Freitag, an dem die Schüler sich unter dem Motto „Erster Schultag“ an den Beginn ihrer Schullaufbahn zurückerinnern, bevor es dann zum gemeinsamen Fahrradkorso in die Dürener Innenstadt geht. Da werden auch die Lehrer sentimental: „Man ist wehmütig, wenn die Schüler einen verlassen“, sagt Marion Grundner, Oberstufenkoordinatorin vom Gymnasium Kreuzau. „Aber man muss sie verabschieden.“ Denn jetzt ist die Schulzeit so gut wie geschafft. Fehlt nur noch das Abitur.

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