Kreuzau: Schnelleres Internet für Drove und Leversbach

Kreuzau: Schnelleres Internet für Drove und Leversbach

Schnell etwas im Internet nachschauen oder ein paar Fotos hochladen - das ging in Drove und Leversbach bisher nicht. Surfen war eine langsame Angelegenheit.

Für diejenigen der 1300 Haushalte, die gerne schneller surfen wollen, gibt es gute Neuigkeiten: Die Glasfaserkabel sind verlegt, das große, graue Schaltgehäuse an der Ecke Grünstraße/Drove Straße ist funktionsbereit.

Wer ganz nah dran wohnt, kann Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 16.000 Kilobit erreichen. Die tatsächliche Leistung nimmt jedoch mit der Entfernung zum Schaltgehäuse ab. „6000 Kilobit müssten aber eigentlich alle Haushalte bekommen”, sagt Gerd Wolter, Projektleiter bei der Telekom.

120.000 Euro hat die Gemeinde für den DSL-Ausbau für die beiden Ortschaften bezahlt. Die Summe setzt sich aus Mitteln des Konjunkturpakets II für die Gemeinde Kreuzau und den Kreis Düren zusammen. Der Kommunikationsdienstleister möchte zu seinen Kosten keine Angaben machen.

Die Verlegung der Glasfaserkabel ist sogar ein wenig günstiger geworden als zunächst angenommen, weil zwei Landwirte gestattet hatten, die Leitungen durch ihre Grundstücke zu verlegen. Zur Querung einer Straße konnte ein Leerrohr des regionalen Energieversorgers genutzt werden, sodass auch in diesem Punkt Kosten gespart werden konnten.

Währen die Drover und Leversbacher nun schneller im Netz unterwegs sein können, müssen Ober- und Untermaubach, Schlagstein, Bilstein und Bogheim noch auf schnelles Internet warten. Vor allem die Geschäftsleute ärgern sich immer wieder über zu langsame Leitungen. „Die Rurtalorte sind unsere Sorgenkinder”, sagt Bauamtsleiter Siegfried Schmühl.

Politisch ist das schnellere Internet für diese Orte bereits beschlossen worden. Ein gesetzlich vorgeschriebenes Interessenbekundungsverfahren für die potenziellen Anbieter wird nun in die Wege geleitet. Anschließend wird sich Siegfried Schmühl um Fördergelder bewerben, denn nur mit Fördermitteln wird der Ausbau der Infrastruktur für die Gemeinde finanzierbar sein.

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