Düren: Schloss Burgau auf Kulturtage vorbereitet

Düren : Schloss Burgau auf Kulturtage vorbereitet

„Brücken bauen in der Gesellschaft“ ist das Stichwort der anstehenden Lions-Kulturtage vom 2. bis zum 18. März auf Schloss Burgau. Es ist die 19. Auflage. Und die Dürener Köpfe, die die Veranstaltungstage seit jeher prägen, „gehen uns auch in den nächsten Jahren nicht aus“, betonte Ingo Kufferath scherzhaft.

Der diesjährige Präsident des Dürener Lions Hilfswerks Marcodurum wird auf der Vernissage (Gesamtprogramm siehe Infokasten) fünf Künstler präsentieren. Die Malerinnen Solmaz Jalayer und Ursula Schregel, Christian Reinartz (Holzarbeit), Stephan Reschke (Linoldruck) und SPD-Spitzenpolitiker Dietmar Nietan, der seine „Fotoimpressionen von zwischendurch und unterwegs“ zeigen wird — soweit es seine momentan sehr akuten politischen Verpflichtungen erlauben. Abgesehen von der künstlerischen Ausstellung sind die Kulturtage dieses Mal recht musikalisch aufgestellt, was auch das erstmalige Konzert eines Streichersextetts nach der Finissage belegt.

Beim „Dürener Talk“ werden Prof. Herbert Schmidt und Lions-Mitglied Jürgen Roßkamp dieses Mal Peter Borsdorff („Running for Kids“), Prof. Christian Franken (Vorstand Versandapotheke „Doc Morris“), den ehemaligen Kölner Oberbürgermeister und ersten Träger des Papiermacherordens, Fritz Schramma, sowie Stefan Knodel (Geschäftsführer Heinrich-Böll-Haus, Langenbroich) interviewen.

Vier Begünstigte

Von den Einnahmen, die laut Lions Club in den vergangenen Jahren jeweils bei rund 40.000 Euro lagen, wird das Sommerlager des Dürener Jugendamtes profitieren. Die Organisatoren um Carina Salentin wollen dieses Jahr beginnen, mit Pädagogen aus der bosnischen Partnerstadt Gradacac ein gemeinsames Camp für den Sommer 2019 zu planen — ganz im Sinne des „Brückenbauens“.

Zudem wird zum zweiten Mal das Dürener Seniorentheater unterstützt. Deren Leiterin Monika Rothmaier-Szudy betont, dass die Spenden im Vorjahr die Initialzündungen dafür waren. Momentan wird in zwei Gruppen wöchentlich ein Stück zum Thema „Annakirmes“ einstudiert. Die Lebenshilfe des Kreises Düren wird ihren Spendenanteil für eine Ferienfreizeit für teils schwerbehinderte Kinder und Jugendliche nutzen und auch so die Eltern in der Betreuung entlasten.

Der Feuerwehrfonds des Lions Hilfswerks ist der vierte Begünstigte. Präsident Ingo Kufferath, der nach 2002 zum zweiten Mal im Amt ist, sowie Jürgen Roßkamp und Fred Kessel, die die ersten beiden Präsidenten seit dem Start der Kulturtage im Jahr 2000 waren, machten bei der Programmvorstellung am Freitag deutlich, dass die Kulturtage mittlerweile „eine Institution“ geworden seien. „Wir hätten damals nicht gedacht, dass wir so eine Kontinuität erreichen können. Ohne die Veranstaltung würde in Düren mittlerweile etwas fehlen“, sagte Ingo Kufferath. Die Planungen dauern jedes Mal länger als ein halbes Jahr. Anfangs lagen die Einnahmen bei gut 10.000 D-Mark — mittlerweile liegt die insgesamt akquirierte Spendensumme bei weit mehr als einer halben Million Euro.

(cro)
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