Gürzenich: Schillingspark: Vertrautes und so manche Überraschung

Gürzenich: Schillingspark: Vertrautes und so manche Überraschung

Der Schillingspark ist ein kleines Paradies auf Erden. Sanft wiegen sich die Wipfel der Bäume im Wind, spiegeln sich dunkle Wolken und frisches Grün auf der Wasseroberfläche der Seen. Romantisch? Sicher. Kitschig? Womöglich. Verzaubernd? Auf jeden Fall! Der Park ist ein Kleinod — von Menschenhand geschaffene Natur. Eine Garten-Skulptur sozusagen.

Was liegt also näher, als das künstliche Paradies zur Bühne für eine Skulpturen-Ausstellung werden zu lassen?

Über Pfingsten wird der Dürener Bildhauer Pit Goertz genau dies tun. „Parkraum“ heißt die Kunstmesse, zu der Goertz zum sechsten Mal einlädt. 40 Kreative aus sieben Nationen präsentieren im Park ihre Werke. Ab Samstag öffnen sich die sonst verschlossenen Tore des Parks. Die Kunst soll im Grünen aufblühen.

„Wer Vertrautes sucht, wird fündig. Aber es gibt auch immer Neues zu entdecken“, verspricht Pit Goertz. Die eine Hälfte der Künstler, die ihre Skulpturen aus Holz, Stein, Metall und Glas im Park ausstellen, war bereits im Vorjahr in Gürzenich zu Gast, die andere Hälfte setzt sich aus den unzähligen Bewerbungen zusammen, die der Organisator im Vorfeld bekommen hat. „Auch die Künstler aus dem Vorjahr bringen selbstverständlich neue Werke mit“, sagt Goertz. Er ist auch ein wenig stolz darauf, dass mit Bildhauern aus Frankreich, Marokko und Portugal die Messe den Zusatz „international“ nicht nur aus kosmetischen Gründen trägt.

Die Messe lebe davon, dass Kunst und künstlerisch gestaltete Gartenlandschaft eine Symbiose eingehen, sagt Goertz. So werden auch die romantischen Bauwerke des Landschaftsgartens eingebunden. Die „Mona Lisa“ beispielsweise, eine künstliche Burgruine, wird zur Galerie, in der Künstlerin Godelieve Geurts ein Selbstporträt ausstellt, das auf den ersten Blick ziemlich lebendig aussieht. Überraschungen gibt es am Pfingstwochenende im Schillingspark einige, verspricht Pit Goertz.