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Merzenich: Scherenschnitte wandern in Licht und Schatten

Merzenich : Scherenschnitte wandern in Licht und Schatten

Sie hat ein ganz feines Händchen - vor allem, wenn sie künstlerisch aktiv ist. Kein Wunder, dass ihre Arbeiten sehr filigran sind, wie Scherenschnitte wirken.

Und Durchsichtigkeit ist ihr wichtig: „Transparenz lässt neben den Kunstwerken den Raum miterleben”, erläutert Zipora Rafaelov.

Die 1954 in Beer-Sheva geborene, seit 1981 in Düsseldorf wohnende und mit dem Künstler Ansgar Skiba lebende Israelin stellt nur am Sonntag, 27. Juni, ihre Werke im Wasserturm aus. Eröffnen wird die Schau mit den ungewöhnlichen Arbeiten Marion Liu, die Vorsitzende des Vereins „Kultur und Denkmal”, um 16 Uhr.

Zipora Rafaelov studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie und hat sich danach längst mit Einzel- und Gruppenausstellungen zwischen New York, Rotterdam, Seoul, Dallas, Japan, Island und Deutschland einen Namen gemacht. Nun folgt sie Skiba in den Merzenicher Wasserturm - allerdings nur für wenige Stunden, weil sonst die Feuchtigkeit dort den feinen Arbeiten zu arg zusetzen würde.

Ihre Bildobjekte hält Zipora Rafaelov grundsätzlich ganz in Weiß. Um dennoch Farbe in die Arbeiten zu bekommen, sind die meisten dreidimensional: Dann tönt sie die Rückwand zart an, so dass im Spiel mit Licht und Schatten, das sie liebt, jedes Werk ständig anders wirkt.

Als Arbeitsmaterialien bevorzugt sie beschichtetes Papier, Holz oder Kunststoff. Daraus schneidet sie mit Hilfe einer Stichsäge oder eines Skalpells ihre kleinen Objekte heraus. Diese spiegeln zumeist ihren israelischen Ursprung und die Religion wider - in der Regel Gegenstände aus dem täglichen Leben. Statische Objekte, die im Licht wandern...