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Niederau: Schenkel-Schoeller-Stift feiert 50-jähriges Bestehen

Niederau : Schenkel-Schoeller-Stift feiert 50-jähriges Bestehen

Vom ursprünglichen Bauwerk ist auf den ersten Blick kaum noch etwas zu erkennen: Zahlreiche Um- und Anbauten sowie partielle Abrisse haben das Aussehen des Schenkel-Schoeller-Stifts im Laufe der Zeit verändert.

In einem Festakt feierte die selbstständige Stiftung zum Wohle alter Mitbürger in Anwesenheit der Kuratorin Ina Schoeller das 50-jährige Bestehen des Standortes Niederau.

Das Kerngebäude wurde am 26. November 1953 eingeweiht, nachdem die ursprünglich in der Innenstadt angesiedelte Schenkel-Schoellersche Versorgungsanstalt im November 1944 den Bomben zum Opfer gefallen war.

Stand der neue Bau damals noch auf der grünen Wiese - umgeben lediglich von Feldern -, folgten schon früh weitere Anbauten.

Zur mittlerweile verschwundenen Grundeinrichtung gehörte auch ein Schweinestall, wie sich Gerd Materlik erinnert, der fast 33 Jahre im Haus beschäftigt war und anlässlich des Jubiläums die letzten fünf Jahrzehnte in einer Dia-Präsentation Revue passieren ließ.

Finanzhilfen zum Aufbau kamen damals eben auch aus dem Agrarsektor, in Naturalien: Neben 30 Bewohnern im Jahr 1953 fanden auch Hühner und Schweine in Niederau eine Bleibe. „Insgesamt”, so schätzt Materlik, „hat sich die bebaute Fläche in den 50 Jahren vervierfacht.”

Heutzutage bewohnt jeder im Stift durchschnittlich eine Wohnfläche, die man sich vor 50 Jahren noch mit einem Mitbewohner teilen musste.

Neben der Wohnfläche hat sich auch der Personalaufwand stark vergrößert: Standen nach Auskunft von Geschäftsführer Hans-Joachim Thiem zu Anfang zwölf Mitarbeiter für 30 Pflegebedürftige bereit, sind es bei den heute 120 Bewohnern fast gleich so viele Mitarbeiter, die sich um das Wohlergehen kümmern.

„Das Schenkel-Schoeller-Stift”, betonte Bürgermeister Paul Larue, „hat sich von einer Altenversorgungsanstalt zu einem modernen Seniorenheim gewandelt.”

Früher wie heute bestünde ein reger Austausch zwischen Niederau und dem Stift, das für zahlreiche Veranstaltungen im Jahr seine Tore öffne.

Das Stift als Ort der Begegnung. Eine Devise, die auch Hans-Joachim Thiem vertritt: „Stand das Gebäude einst auch mitten auf der grünen Wiese, im gesellschaftlichen Abseits befand es sich zu keiner Zeit.”