Düren: Schaulustige behindern Rettungsarbeiten nach schwerem Unfall

Düren: Schaulustige behindern Rettungsarbeiten nach schwerem Unfall

Am Donnerstagnachmittag kam es auf der Kreuzung Römerstraße/Euskirchener Straße zu einem schweren Verkehrsunfall. Im Anschluss wurde die Rettung der Verunglückten von zahlreichen Gaffern behindert. Erst mehrere entschlossene Polizeibeamte konnten die Schaulustigen auf den Gehweg zurückdrängen.

Der Unfall ereignete sich gegen 14 Uhr. Ein 42-Jähriger war auf der Euskirchener Straße in Richtung Süden unterwegs und wollte in die Römerstraße in Richtung Binsfeld einbieten. Auf der Römerstraße war zeitgleich eine 67-Jährige unterwegs, die über die Kreuzung ebenfalls weiter in Richtung Binsfeld fahren wollte.

Auf der Kreuzung krachten beide Wagen schließlich gegeneinander, wobei die Autofront des 42-Jährigen mit der linken Fahrzeugseite der Frau zusammenstieß. Sie wurde zuerst in ihrem Wagen eingeklemmt, konnte dann später von Rettern befreit und in ein Krankenhaus gefahren werden. Auch für den 42-Jährigen ging es mit leichten Verletzungen in ein Hospital. Bis rund 15 Uhr musste anschließend die Kreuzung gesperrt werden. Unklar blieb jedoch der Auslöser für den Unfall. Daher sucht die Polizei nach Zeugen des Unfalls. Diese können sich unter 02421/9495200 oder 02421/9496425 an die Beamten wenden.

Mehr als ärgerlich war jedoch, was sich rund um die Unfallstelle abspielte: Zahlreiche Schaulustige näherten sich von mehreren Seiten der Unfallstelle, heißt es im Polizeibericht. „Erst nach mehrfacher und eindringlicher Aufforderung durch die Polizeibeamten entfernten diese sich“, so der Bericht weiter. Doch auch vom Gehweg aus verfolgten noch einige Personen die Unfallaufnahme ohne Rücksicht auf die Privatssphäre der Verletzten. In der letzten Zeit stand die Diskussion über „Gaffer“ in Deutschland, aber auch in der Region, immer wieder in den Schlagzeilen.

(red/pol)
Mehr von Aachener Zeitung