Merzenich: Schau zeigt 2000 kleine und große Maschinen

Merzenich: Schau zeigt 2000 kleine und große Maschinen

Was schenkt man einem Mann, der verheiratet ist? Die beiden leidenschaftlichen Eisenbahnfahrer Dieter Classen und Günther Hamboch vom Merzenicher Heimat- und Geschichtsverein sind sich einig: Die größte Freude bereitet ihnen seit 50 Jahren, dass zu jedem Anlass ein kleiner Lkw, Trecker oder Oldtimer ihre riesige Sammlung komplettiert.

Jedes Spielzeug erhält einen ausgewählten Platz in dem separaten Tüftlerzimmer oder schmückt die Eisenbahnstrecke im Garten. Die Idee, ihre Werte der Öffentlichkeit zu präsentieren, kam Hamboch eines nachts. Und nach vielen Gesprächen mit anderen Sammlern und Treckerbesitzern war es nun soweit: Im Rahmen einer Modellbau-Ausstellung erstrahlten ihre 2000 kleinen und großen Maschinen im Rampenlicht.

In dem 1686 errichteten und damit fast ältesten Haus der Gemeinde kündete das originalgetreu nachgebaute Eisenbahnzubehör in Vitrinen und Satzbaukästen von der Geschichte der Entwicklung der Fortbewegungsmittel. Dabei erinnerten sich die beiden Sammler gerne an ihre ersten Schätze.

„Zum Geburtstag habe ich eine selbst gebaute Dampfmaschine aus dem Jahr 1923 geschenkt bekommen, auf die ich bis heute stolz bin“, berichtete der Vorsitzende Günther Hamboch bei einer Führung durch die nostalgischen Räume des Heimatmuseums, die in ehrenamtlicher Arbeit liebevoll erhalten werden.

Eine ähnliche Sammelleidenschaft bewiesen die Frechener Modellbaufreunde, die sich wöchentlich mit ihren Fahrzeugen auf dem Modellbauparcour in der Girbelsrather Halle treffen und die Ausstellung ihrer Freunde selbstverständlich unterstützten. So konnten sich vor allem die jüngeren Besucher für die großen ferngesteuerten Autos und Lkw begeisterten.

Mit flinken Fingern und einer perfekten Steuerungskontrolle parkten die Vereinskameraden ihre schweren Gefährte zwischen den Bänken und Tischen auf dem Hof ein oder füllten die Anhänger mit Hilfe von kleinen Baggern mit Erde. Alleine Dietmar Hahn, seit 20 Jahren ein stolzer Modellbauer, besitzt 28 unterschiedliche Fahrzeuge. „Ein kleines Vermögen“, ergänzte Günther Hamboch schmunzelnd, „wenn man bedenkt, dass ein Sammelstück im Schnitt 15.000 Euro kostet.“

Weitere drei Tag lang zu sehen

Um dem großen Interesse gerecht zu werden, verlängert der Heimat- und Geschichtsverein gemeinsam mit den Frechener Modellbaufreunden die Ausstellung und öffnet am Donnerstag, 30. Mai, sowie am Samstag und Sonntag, 1. und 2. Juli, erneut von 11 bis 18 Uhr erneut die Tore des Heimatmuseums.

(sas)
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