Düren: Schau im Katholischen Forum: Roma in Bild und Text

Düren: Schau im Katholischen Forum: Roma in Bild und Text

Große Beachtung fand die Eröffnung der Ausstellung „Romaleben” im Katholischen Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Düren-Eifel. Der Diözesanbeauftragte für Sinti und Roma im Bistum Aachen, Franz-Josef Schümmer, erinnerte in seiner Ansprache an die Entstehung der Arbeitsgemeinschaft „Roma” im Bistum während des Balkankrieges.

Unter den damaligen Flüchtlingen waren viele Roma, Wohnsituation, Duldung und Asylbewerbung Schwerpunkte zu dieser Zeit. Auch nach der Rückführung der Menschen in ihre Heimat wurden die Kontakte weiter gepflegt. Daraus ergaben sich unterschiedliche Hilfsprojekte und Initiativen. Hierbei sind dann die Bilder der Wanderausstellung entstanden.

Die Roma sind ein Volk ohne Land, Heimat bedeutet für sie vor allem Zusammenhalt in der Familie. Werte, Bräuche und Gepflogenheiten dieser Gruppe sind oft wenig bekannt: Kinderliebe, Achtung der Alten und Ehrung der Toten. Das Wort „Altenheim” gibt es in der Roma-Sprache zum Beispiel nicht. Solch wenig beachtete Aspekte will die Schau mit Bildern und Texten nach vorne bringen.

Natürlich hat die Bistumsseelsorge ebenso Kontakt zu den Sinti, von denen eine große Gruppe in Düren und Umgebung lebt.

Die Schau kann in den nächsten vier Wochen im Katholischen Forum, Holzstraße 50, besichtigt werden. Zusätzlich wird am 2. Februar von 14.30-16 Uhr im „offenen Café” ein Informations- und Gesprächsnachmittag zu dieser Thematik stattfinden.

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