Nideggen: Schatzkammer der Natur mit Gastronomie

Nideggen: Schatzkammer der Natur mit Gastronomie

Die Erlebnisregion Eifel ist um einen Anziehungspunkt reicher. Gut 14 Monate nach dem Baubeginn öffnete das Touristische Dienstleistungszentrum (DLZ) Nideggen in der umgebauten Jugendstilvilla (Im Effels 9) am Samstag offiziell seine Pforten.

Im früheren „Haus der Familie” des Bistums Aachen informiert ab sofort nicht nur das fünfte und damit letzte Nationalpark-Tor den Besucher täglich von 10 bis 17 Uhr über den Erfindungsreichtum der Natur, der Gast findet auch Gelegenheit, sich im gastronomischen Ausbildungszentrum der Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung (DGA) vor oder nach einem Besuch des nahen Nationalparks zu stärken.

Bei einem Rundgang überzeugte sich NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, dass der Landeszuschuss zum 2,25-Millionen-Euro-Projekt in Höhe von 1,59 Millionen gut investiert wurde. Im Erdgeschoss findet sich die Ausstellung „Schatzkammer Natur” mit zehn interaktiven Stationen zu Vorbildern aus der Natur, denen der Mensch im Alltag begegnet. Sensoren im Boden lassen beim Betreten Tiergeräusche erschallen, die einen Vorgeschmack auf die Filme bieten, die im Hauskino zu sehen sind.

Ein Bodenleitsystem, barrierefreie Sanitäreinrichtungen, ertastbare und akustische Exponate sowie Informationen in Punktschrift machen die Ausstellung zu einem attraktiven Angebot auch für Menschen mit Behinderung, ausleihbare Audiogeräte für Besucher aus dem englischen, französischen und niederländischen Sprachbereich. „Nur ein Aufzug zu den Seminarräumen im Obergeschoss fehlt noch”, erklärte Henning Walter, Leiter des Nationalparkforstamtes Eifel.

Dafür genügt die DGA-Ausbildungsgastronomie höchsten Ansprüchen, freute sich Landrat Wolfgang Spelthahn, der das Dienstleistungszentrum Ende 2007 auf dem Weg gebracht hatte. Im mit bis zu 70 Plätzen ausgestatteten Restaurant sowie in einem Bistro können Gäste kosten, was die Jugendlichen in der Lehrküche unter fachkundiger Anleitung nicht ohne Erfolg auf den Tisch zaubern. Spelthahn freute sich nicht nur, dass ein Großteil der Umbauarbeiten von der DGA und ihren Azubis in Eigenregie durchgeführt wurde, sondern auch darüber, dass just zur Eröffnung die ersten vier Köche ihre Prüfung erfolgreich abgelegt haben.

„Es gilt jetzt, das Projekt weiterzuentwickeln”, ließ der Landrat den Blick bereits in die kommenden Woche schweifen. Dann wird das Jugendherbergswerk den Vertrag über den Neubau der Jugendherberge unterschreiben, die sich nahtlos an das DLZ angliedern wird. „Sie wird eine der modernsten in NRW”, freute sich Spelthahn auf die entstehenden Synergieeffekte. Erwartet werden rund 38000 Übernachtungen jährlich. Ende 2010 soll die neue Jugendherberge ihre Pforten öffnen.