Ellen: Schäden an Autobahn A4: Ist Tagebau die Ursache?

Ellen: Schäden an Autobahn A4: Ist Tagebau die Ursache?

Sind die Straßenschäden, die in jüngster Zeit auf der A4 in Fahrtrichtung Aachen aufgetreten sind, auf Sümpfungsmaßnahmen der nahen Tagebaue zurückzuführen? Das zumindest behauptet Wolfgang Schäfer von der Bürgergemeinschaft Niederzier.

„Die Schäden der rechten Fahrspur aus Beton befinden sich zwischen der Rurbrücke und etwa 100 Meter vor der L257-Brückenüberführung bei Merken”, erklärt Schäfer. „Die Schäden sind rund 18 Meter lang und 1,50 Meter breit.” Nach Auskunft Schäfers verläuft genau an dieser Stelle eine tektonische Linie Richtung Tagebau Inden.

„An der Verlängerung dieser Linie bis nach Schophoven erfolgte im vergangenen Jahr der große Tagesbruch im Tagebau Inden. Verfolgt man die Linie nach links vom Fahrbahnschaden, erkennt man auf den Wiesen ebenfalls große Absackungen und Risse”, erklärt der BG-Sprecher.

Norbert Cleve, Sprecher der zuständigen Autobahnniederlassung Krefeld des Landesbetriebs Straßen.NRW, kennt die Schäden. Ein Zusammenhang mit tektonischen Störungen sei dem Landesbetrieb jedoch nicht bekannt, sagt Cleve. „Es handelt sich um Längsrisse, die im Fahrbahnbeton nun einmal vorkommen können”, erklärte Cleve auf Nachfrage der DZ. Diese Schäden würden ausgebessert, sobald es das Wetter zulässt.