1. Lokales
  2. Düren

„Saul hat die Messlatte sehr hoch gelegt”

„Saul hat die Messlatte sehr hoch gelegt”

Kreis Düren. „Während die Kultur anderswo gegen das Soziale ausgespielt wird und man die Kunstförderung zusammenstreicht, schreibt der Kreis Düren seinen mit 5000 Euro dotierten Kunstpreis zum zweiten Mal aus.”

„Das ist außerordentlich lobenswert, denn Kunst und Kultur haben für die Menschen eine große identitätsstiftende Funktion.”

Für Prof. Dr. Frank Günter Zehnder, Leiter des Rheinischen Landesmuseums in Bonn, ist die „Ausnahme Kreis Düren” ein Glücksfall. Denn ihm steht die beflügelnde Wirkung der Auszeichnung noch lebhaft vor Augen.

„Der Kunstpreis 2003 hat Volker Saul einen regelrechten Schub gegeben”, berichtet Zehnder über den bisher ersten und einzigen Träger des Kunstpreises des Kreises Düren.

Einen Schub für seine schöpferische Arbeit und einen Schub, was seinen Bekanntheitsgrad angeht. So kündigte Zehnder an, dass der aus Düren stammende Saul im März 2005 im Rahmen der „Szene Rheinland” im völlig neu gestalteten Landesmuseums in Bonn ausstellen wird.

Jetzt wird der Kunstpreisträger 2005 gesucht. „Volker Saul hat die Messlatte sehr, sehr hoch gelegt”, urteilt Dr. Dorothea Eimert, Leiterin des Leopold-Hoesch-Museums, kurz vor Beginn der Bewerbungsphase. Mit Prof. Zehnder und dem international bekannten Künstler Otmar Alt garantiert sie den fachlichen Sachverstand in der Kunstpreis-Jury.

Ab dem 15. Dezember nimmt der Kreis Düren Bewerbungen an. Die Antragsphase endet am 31. März 2005. Teilnahmeberechtigt sind Künstler, die entweder im Kreis Düren geboren sind oder Wohnsitz oder Atelier in ihm haben. Kandidaten können sich selbst bewerben oder von anderen vorgeschlagen werden.

„Als Preisträger kommen aber nur Professionelle in Frage, keine Autodidakten”, weist Käthe Rolfink, Vorsitzende des Kreis-Kulturausschusses, unmissverständlich die Richtung.

Bei der Premiere vor zwei Jahren hatten sich 56 Künstler beworben. Die Jury unter Vorsitz von Landrat Wolfgang Spelthahn hatte keine leichte Aufgabe. „Mit Volker Saul als Preisträger haben wir unser Anspruchsniveau verdeutlicht. Uns liegt die Qualität der Arbeiten am Herzen, nicht die Zahl der Bewerber”, bekräftigt der Landrat ein Urteil von Prof. Zehnder.

Und der hat gesagt: „Der Kunstpreis des Kreises Düren kann einer der wichtigsten in Deutschland werden. Künstler, die ihn gewinnen, werden ihn stolz in ihrer Biographie führen.”

Der Kunstpreis 2005 des Kreises Düren ist mit 5000 Euro dotiert. Der Gewinner stellt sein Werk zudem im Leopold-Hoesch-Museum in Düren aus. Zu dieser Präsentation wird ein Katalog erstellt.

Bewerbungsinformationen und -unterlagen sind ab dem 15. Dezember auf der Internet-Seite des Kreises unter http://www. kreis-dueren.de zu finden. Die Ausschreibungsunterlagen können dann auch per E-Mail unter mailto:d.hoegen@kreis-dueren.de oder 02421/222818 angefordert werden.