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Rathaus Düren: Sachspenden für die Partnerstadt Stryj kommen im Minutentakt

Rathaus Düren : Sachspenden für die Partnerstadt Stryj kommen im Minutentakt

Im Dürener Rathaus werden Spenden für die Ukraine gesammelt. Die Resonanz ist groß. Zusätzlich hat die Stadt ein Spendenkonto für die Betroffenen in Dürens Partnerstadt Stryj eingerichtet.

Die Kisten und Regale im Mehrzweckraum waren schon nach zwei Stunden gut gefüllt. Im Minutentakt trafen Bürgerinnen und Bürger am Mittwochmorgen im Dürener im Rathaus ein, um Sachspenden für die Menschen in der Ukraine abzugeben, insbesondere für die 60.000 Einwohner der Dürener Partnerstadt Stryj im Westen des Landes, die die Folgen des russischen Angriffs auf ihr Land mittlerweile auch zu spüren bekommen.

Der Dürener Partnerschaftsbeauftragten Iliana Graf ist es eine Herzensangelegenheiten, den ukrainischen Freunden in diesen schweren Stunden zu helfen. In Absprache mit Edward Schulz von der Dürener Baptistengemeinde schlug sie Bürgermeister Frank Peter Ullrich spontan eine Spendenaktion vor, die dieser gerne unterstützte. „Die Menschen in der Ukraine und unsere Freunde in Stryj brauchen dringend unsere Hilfe“, betonte der Bürgermeister.

 „Wir haben uns erkundigt, was vor allem benötigt wird“, erklärt Iliana Graf und hat eine Liste erstellt. Benötigt werden Schlafsäcke, Decken, haltbare Lebensmittel wie Zucker, Mehl, Salz, Nudeln, Reis,Tee, Konserven, Babynahrung im Glas, Hygieneartikel, Duschgel, Shampoo, Seife, Zahnpasta, Zahnbürsten, Pampers, Feuchttücher, Verbandsmaterial, Mullbinden, Gipsbinden, Bandagen, Pflaster. Die Stadt bittet um Verständnis dafür, dass ausschließlich die oben aufgeführten Artikel angenommen werden und explizit keine Kleidung.

 Die Partnerschaftsbeauftragte Iliana Graf hatte die Idee zu der Spendenaktion, die auf regen Zuspruch stieß. Die ersten Regale waren zur Vorsortierung schon am frühen Morgen gefüllt.
Die Partnerschaftsbeauftragte Iliana Graf hatte die Idee zu der Spendenaktion, die auf regen Zuspruch stieß. Die ersten Regale waren zur Vorsortierung schon am frühen Morgen gefüllt. Foto: MHA/Jörg Abels

Iliana Graf und ihre Helfer aus Reihen der Stadtverwaltung sortieren die Spenden vor und packen sie in Kartons, die dann am Abend von der Baptistengemeinde abgeholt werden, um sie so schnell wie möglich erst einmal an die polnisch-ukrainische Grenze zu bringen. Dort sollen die Sachspenden aus Düren von Kontaktpersonen aus Stryj in Empfang genommen werden. 

„Ich freue mich sehr, dass so viele Dürener auf unsere kurzfristigen Aufruf reagiert haben und helfen wollen“, erklärte Iliana Graf, die eine Wiederholung der Sammelaktion in der kommenden Woche nicht ausschließen will, je nachdem wie sich die Lage auch im Westen der Ukraine in den kommenden Tagen entwickelt.

Am heutigen Mittwoch können Sachspenden noch bis 18 Uhr im Rathaus abgegeben werden. Wichtig ist dabei mit Blick auf die Corona-Schutzmaßnahmen nur der Nachweis der 3G-Regel. Spender müssen sich an der Info-Theke anmelden.

Zusätzlich hat die Stadt ein Spendenkonto für die Betroffenen in Dürens Partnerstadt Stryj eingerichtet. Wer Geld spenden will, kann dies unter dem Verwendungszweck „Düren hilft Stryj“ an Sparkasse Düren IBAN: DE 84 3955 0110 0000 1101 48, BIC: SDUEDE33XXX.