Kreuzau: „Rund um Düren”: Schweizer hat die besten Beine

Kreuzau: „Rund um Düren”: Schweizer hat die besten Beine

Ein Hauch von Tour de France hat am Sonntag über die Kreuzauer Hauptstraße geweht. Zahlreiche Zuschauer drängten sich eng an die Absperrungen, reckten die Hälse, jubelten den vorbeirauschenden Fahrern auf den letzten Kilometern des Radrennens „Rund um Düren” zu, trieben sie an.

Und sie sollten ein spektakuläres Finish erleben: Michael Schweizer schoss - gejagt vom Hauptfeld - in Richtung Ziellinie. Einige Meter davor riss der Profifahrer des Dortmunder Teams Nutrixxion die Arme hoch. Und ließ sich für seinen Sieg im Rennen der Elite feiern.

Bevor der gebürtige Aachener nach 3:18 Stunden jubeln durfte, hatten er und seine Kontrahenten einen Höllenritt hinter sich gebracht. Starke Steigungen, Führungswechsel, heftig wehender Wind setzten den Fahrern zu. Schon in der ersten Rennphase riss das Feld auseinander, wurde in zahlreiche Grüppchen gesprengt. Nach den beiden „Eifelrunden” mit den schweren Anstiegen hinauf nach Rollesbroich und nach Zerkall führten drei Ausreißer das Rennen an und gingen als Erste auf die fünf Lokalrunden rund um Kreuzau.

Schon kurz darauf war es nur noch Laurents Lammertink, der sich alleine im Wind gegen das hinterherhetzende Feld behauptete - doch auch er wurde geschluckt . Das Feld war wieder zusammen, die Spannung im Zielbereich stieg. Auf den letzten Kilometern kam es wieder zu Attacken. Keine fruchtete. Bis Michael Schweizer zum Angriff überging: Er setzte sich auf der langen Zielgeraden einige Meter vom Feld ab und siegte im Sprint vor Lammertink (Cycling Team Jo Piels) und Andreas Stauff (Eddy Merckx - Indeland). Im Eliterennen der Damen hatte Melanie Hessling (OSG Westfalen Dortmund), in der C-Klasse der Herren Marek Malusczak (RSV Team-ME Mettmann) gewonnen. Insgesamt gingen rund 520 Fahrer an den Start.

„Es gibt zu wenige solcher Rennen. Darum muss Rund um Düren am Leben gehalten werden”, urteilte Alexander Donike, Vorsitzender des ausrichtenden RSV Düren. So kommt es am 21. April nächsten Jahres zur 80. Auflage von „Rund um Düren”. Und es sieht so aus, als würde das Rennen wieder in Kreuzau starten und enden. „Die Kreuzauer unterstützen uns hervorragend. Ich denke, dass wir uns 2013 hier wiedersehen”, sagte Donike. Und auch der Bürgermeister Kreuzaus, Walter Ramm, hofft auf Wiederholung: „Dieses Rennen ist ein Höhepunkt für Kreuzau!”