Kreuzau: „Rund um Düren“: Ein Niederländer triumphiert in Kreuzau

Kreuzau: „Rund um Düren“: Ein Niederländer triumphiert in Kreuzau

Eifeltouren sind in dieser Jahreszeit sehr beliebt, keine Frage. Besonders bei gutem Wetter. Und sonntags. Dann herrscht dort Ausflügler-Ansturm. Die Damen und Herren, die sich am Sonntag nach Schmidt, Zerkall und Co. aufgemacht hatten, waren aber nicht der Aussicht wegen gekommen. Und daran, irgendwo einzukehren und zu rasten, dachten sie nicht im Geringsten. Sie hatten nur ein Ziel.

Möglichst schnell wieder nach Kreuzau zu kommen — und die 80. Auflage des Radklassikers „Rund um Düren“ zu gewinnen.

Vor der schattigen Kulisse Bergsteins: Die Elitefahrer froren zumindest auf der ersten Runde durch die Eifel. Foto: Weinberger

Am Ende war es Geert van der Weijst (Cycling Team Jo Piels), der den Ritt durch die Eifel in 3:20,33 Stunden am schnellsten hinter sich brachte — und kurz vor der Ziellinie auf der Kreuzauer Hauptstraße die Arme zum Jubeln in die Höhe reißen durfte.

Siegte bei den Frauen: Martina Zwick aus Rhede. Foto: sis

Dem vorausgegangen war ein überaus spannendes Rennen: Auf der hügeligen Strecke mit knackigen Anstiegen nach Rollesbroich und Zerkall, die zweimal in Angriff genommen werden mussten, hatte sich schon früh eine Spitzengruppe herauskristallisiert, die sich vom Hauptfeld absetzen konnte. Es kam aber wie 2012: Ein Zielsprint musste „Rund um Düren“ entscheiden. Und da bewies van der Weijst die besten Beine. Auf den Plätzen folgten der erst 19-jährige Amerikaner Alexandre Darville (USA Cycling U23) und Tim Klessa (EGN-Radsport Team). Einziger Wermutstropfen: Ein Fahrer stürzte kurz vor dem Ziel heftig, musste mit Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Zufrieden mit seinem Ergebnis im Elite-Rennen war Ausrichter RSV Düren. „Wir wollten dafür sorgen, dass unsere Fahrer Lukas Menzel und Marsel Kropp mit der Spitzengruppe ins Ziel kommen“, erklärte Kapitän Sven Rehbein. „Und das ist uns gelungen.“ Menzel wurde 39., Kropp 58.

Noch besser lief es für den RSV im Rennen der C-Klasse. Einen Treppchenplatz hatten sie dort angepeilt — und auch wenn es der letztlich nicht geworden ist, waren die Dürener überaus zufrieden: Daniel Breuer fehlten als Fünfter nur wenige Radlängen zum Podest, Michael Hover wurde 13. Den Sieg hatte sich Thomas Bontenackels (DJK Frankenberg Aachen) vor Marc Mensebach (RC Viktoria Neheim) geschnappt. „Am Ende ist es ein wenig schade, dass es nicht ganz fürs Treppchen gereicht hat“, kommentierte Mannschaftsführer Arnd Sevenich. „Dennoch sind wir natürlich glücklich.“

Erstmals wurde bei dieser Jubiläumsauflage ein Bundesliga-Rennen der Frauen ausgetragen. Auch bei ihnen gab‘s zwei harte Eifelrunden, dazu zwei Lokalrunden — und einen ähnlich spannenden Rennverlauf: Ausreißversuche, viele Führungswechsel — und am Ende ein Zielsprint, in dem Martina Zwick (Koga Ladies Rhede) knapp die Nase vorn behielt. Aber auch das Frauenrennen überschattete ein schwerer Sturz: Auf der Abfahrt von Schmidt nach Brück geriet eine Fahrerin zu nahe an die Leitplanke, flog über diese hinweg und einen Hang hinunter.

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