Düren: Rudi Urgatz stellt im Komm-Zentrum aus

Düren: Rudi Urgatz stellt im Komm-Zentrum aus

„Eigentlich wollte ich keine Ausstellung mehr machen”, sagte Max Busch vom Kulturzentrum Komm in seiner Eröffnungsrede. „Aber diese Bilder waren so wichtig für mich, dass ich es dann doch getan habe.” Eine gute Entscheidung, denn der ausstellende Fotograf Rudi Urgatz aus Aachen nimmt die Betrachter seiner Schwarz-Weiß-Abzüge mit auf eine kleine Zeitreise.

Die nach Ländern und Themen angeordneten Bilder zeigen neben landschaftlichen Abbildungen aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich auch Industriegebiete aus Berlin zur Zeit der Wende und Aufnahmen eines Pop-Festivals auf dem Tivoli im Jahr 1970. Aber vor allem Gebäude und Häuser aus verschiedenen Perspektiven waren ein zentrales Thema. Den besonderen Blick für die Architektur hat Rudi Urgatz wohl seinem Beruf zu verdanken, denn er ist gelernter Architekt.

Olaf Klopprogge am Piano und Christof Lippert am Kontrabass und an der Trompete begleiteten die Vernissage musikalisch mit eingängigen Jazz-Melodien.

„Die meisten Bilder zeigen Reisefotografien der Jahrzehnte”, erklärte der Künstler. „Aber ich suche auch schon mal nach Motiven. Dafür muss man einen Blick haben, man muss erkennen, was für Schwarz-Weiß-Fotografie geeignet ist - und was nicht.” Rudi Urgatz hat kein Lieblingsbild, aber es gibt Bilder, mit denen er besondere Erinnerungen verbindet. Ein Beispiel dafür ist die Fotografie des Centre Pompidou in Paris, denn dort lernte der Aachener seine Ehefrau kennen.

Das Foto direkt darunter beweist, dass Urgatz nicht nur Landschaften und Gebäude ablichten kann, sondern auch die Kunst der Momentaufnahme beherrscht. „Seine Bilder sind konservativ, es gibt keine inszenierte Aufgeregtheit, sondern die Sichtweise des genau beobachtenden Spaziergängers”, sagte Busch, der sich durch seine eigenen Erfahrungen mit Schwarz-Weiß-Fotografie dem Künstler und seinen Bilder besonders verbunden fühlt. Die Ausstellung ist bis zum 20. Oktober montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.