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Düren: „Rote Teufel” steigern Niveau

Düren : „Rote Teufel” steigern Niveau

Ein ganzes Jahr hat sich Hans Hinzen auf dieses Wochenende vorbereitet.

Jeweils zwölf Stunden wird er sowohl Samstag beim F- und E-Juniorenturnier als auch Sonntag beim 9. C-Junioren-Hallensportfest in der Sprecherkabine der Birkesdorfer Sporthalle verbringen und als redegewandter Sprecher durch seine Turniere führen. Schließlich ist er der Organisator des Budenzaubers.

Herr Hinzen, wie viele U15-Nationalspieler werden die Zuschauer am Sonntag sehen?

Hinzen: Eine ganz Menge. So kommt z. B. Borussia Mönchengladbach mit vier Kickern des erweiterten Nationalkaders, bringt Eintracht Frankfurt zwei Spieler mit, vier Akteure von Hertha BSC wurden zu Sichtungslehrgängen geladen. Auch beim Karlsruher SC tragen zwei das Nationaltrikot.

Haben Jugendspieler, die bei Ihnen kickten, denn schon den großen Sprung geschafft?

Hinzen: Ja natürlich. Alexander Voigt vom 1. FC Köln kam mit der Geißbock-C-Jugend, als ich das Turnier noch mit dem GFC veranstaltete.

Das jüngste Beispiel ist Markus Neumayr. Er spielte mit der Frankfurter Eintracht 1999 hier. Und wechselte 2003 nach einigen tollen Auftritten in der U16-Nationalmannschaft zu Manchester United. Sein ehemaliger Trainer Claus Schäfer verglich ihn in Ansätzen mit dem Dortmunder Rosicky.

Teams wie der 1. FC Köln, Bayer Leverkusen oder Schalke 04 gehören praktisch schon zum Inventar Ihres Turniers. Warum kommen sie immer wieder?

Hinzen: Man kann ohne Übertreibung sagen: Weil dieses Turnier eines der ganz wenigen in Deutschland ist, auf dem sich diese Klubs auf hohem Niveau vergleichen können. Hertha BSC beispielsweise hat in Berlin keine adäquate Konkurrenz. Hier können sie sich an einem Tag in einer voll besetzten Halle mit gleichwertigen Gegnern messen.

Zählt nur der sportliche Aspekt?

Hinzen: Er ist ein wichtiger Grund. Aber die Veranstalterclubs Alemannia Straß, FC Düren-Niederau und Viktoria Birkesdorf legen auch großen Wert darauf, dass sich die Teams wohl fühlen. Das fängt bei der Präsentation des Turniers an: Die Teams laufen ein, die Spielernamen werden genannt, die Nationalhymnen erklingen. Dies alles führt zu einer positiven Resonanz - auch weil die Jugendleiter der drei Vereine und ihre zahlreichen Helfer zu diesem Erfolg einen sehr großen Anteil leisten.

In diesem Jahr handelt es sich nicht um ein internationales Turnier. Bedauern Sie es?

Hinzen: Nein. Die niederländischen Mannschaften konnten von der spielerischen Qualität her in den letzten Jahren nicht mithalten. Und es ist halt schwer, den Nachwuchs von Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam oder PSV Eindhoven zu holen. Eindhoven nimmt beispielsweise an gar keinen Hallenturnieren mehr teil. Und Feyenoord macht über den Jahreswechsel Pause.

Zum ersten Mal nimmt die C-Jugend des 1. FC Kaiserslautern am Turnier teil...

Hinzen: .... und damit steigt das Niveau des Turniers beträchtlich. Davon bin ich überzeugt. An die „Roten Teufel” bin ich gekommen, weil ein Spielerbeobachter von Bayern München ihnen unser Turnier empfohlen hat.

Im nächsten Jahr laden Sie zum Jubiläumsturnier ein. Werden Sie Änderungen vornehmen?

Hinzen: An der bewährten und erfolgreichen Turnierform werde ich nichts ändern. Und eine Steigerung in punkto sportlicher Leistung wie auch von der Anzahl der Besucher her ist nur schwer möglich, aber auch nicht unbedingt möglich.