Düren: Rölsdorfer Josef Winthagen hat Teil des früheren Düren nachgebaut

Düren: Rölsdorfer Josef Winthagen hat Teil des früheren Düren nachgebaut

Auf dem Tisch liegen lauter alte Fotos und Skizzen. Josef Winthagen nimmt ein Blatt, das den Dürener Marktplatz um 1940 zeigt. Das war seine Vorlage. Winthagen hat den Platz nachgebaut, das Modell steht in einer gemütlichen Hütte in seinem Garten in Rölsdorf.

Josef Winthagen, Jahrgang 1932, hat nicht zum ersten Mal einen Teil Dürens oder gleich die ganze Stadt nachgebaut. Nach dem Stadtplan von Wenzel Hollar hat Winthagen das alte Düren aus dem 17. Jahrhundert nachgebaut, außerdem den Wasserturm, der bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg auf dem heutigen Friedrich-Ebert-Platz stand. Hunderte Stunden, sagt der Rölsdorfer, nehme er sich Zeit, um seine Modelle möglichst originalgetreu nachzubauen.

Dazu fertigt er eigene Pläne an, um den Maßstab auszurechnen. Alles soll stimmen, vor allem die Details. „Schauen Sie sich bitte die Dachschindel an“, sagt Winthagen und zeigt auf Hunderte winzige Holzplättchen, die er ausgeschnitten und bemalt hat. Das Gleiche gilt für Fensterrahmen oder Türen, manche seiner Häuser hat er mit Inneneinrichtung gefertigt.

Winthagen hat nach seiner Pensionierung mit seinem Hobby begonnen. „Was machst du jetzt?“, hat er sich gefragt, als er seinen Job als selbstständiger Maschinenschlosser an den Nagel hängte. Handwerklich war er schon immer gerne unterwegs, historisch interessiert auch. Also fing er an zu bauen. Sein Düren nach dem Plan von Wenzel Hollar steht heute im Dürener Stadtmuseum. Was mit seinem neuen Modell, dem Marktplatz, geschieht, steht noch nicht fest. Stattdessen weiß er aber, was er gerne als Nächstes bauen würde: das alte Dürener Theater.

(inla)
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