Düren: Rockröhre Ina Hagenau begeistert im Haus der Stadt

Düren: Rockröhre Ina Hagenau begeistert im Haus der Stadt

Sie pendelten zwischen Bluesig-Rockigem, modernem Pop, klassischen Jazz-Elementen, Souligem und Balladen: Ina Hagenau und ihre Band boten im Foyer des Hauses der Stadt einen variantenreichen Jazzabend. Die Dürener Jazzsängerin glänzte.

Sie bot eine musikalische Tour durch bekannte oder weniger gespielte Jazzstandards, mit Abstechern zu Popsongs und Stücken von großen Songschreibern wie Tom Waits, Paul Simon oder Sting sowie Eigenkompositionen, die sie entweder selbst oder zusammen mit Stefan Michalke, Klavier, komponierte. Weiterhin gehörten Sebastian Bauer, Schlagzeug, und Ben Tai Trawinski, Bass, zur Gruppe.

Kleine, besondere Geschichten

Kleine, besondere Geschichten von diversen Sonnen- und Schattenseiten des Lebens erzählte das Quartett. Erlebnisse und Ereignisse, die durch Interpretation von Ina Hagenau erlebbar wurden. Mal faszinierte sie durch ihre warme, intensive harmonische Stimme, dann powerte sie als Soul- oder fast „Rockröhre”, um gleich darauf als verführerischer Vamp zu betören.

Die Musiker, die sie bei ihrem Auftritt begleiteten, waren aber nicht nur zurückhaltende Begleiter, sondern auch exzellente Solisten, wenn es das Stück erfordert. Teils puristisch, teils breit arrangiert setzten sie sich und vor allem die Sängerin in Szene. Explodierende Improvisationen von Stefan Michalke, der sich einmal mehr als ein „Jazz-Tastenkönig” erwies oder Ben Tai Trawinski, der seinem Bass Töne entlockte, die im Publikum zu enormen Spannungen führten, sowie Sebastian Bauer, der an den Drums „stiller” Taktgeber und furioser Solist war.

Ein Jazzabend im vollbesetzten Foyer, der es in sich hatte, mit einer Sängerin, die ständig an Ausstrahlung gewinnt und einem hochzufriedenen Publikum, das mit Beifall nicht geizte.

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