Düren/Kreuzau: Reichlich Müll nach dem Umzug am Sonntag

Düren/Kreuzau: Reichlich Müll nach dem Umzug am Sonntag

Wenn die Jecken auf den Karnevalswagen und in den fantasievoll kostümieren Fußgruppen ihre Kamelle unters Volk gebracht haben, beginnt für die Mitarbeiter des Dürener Service Betriebs Sonntagnachmittag die Arbeit. „Unmittelbar nach dem Karnevalszug fegen etwa 25 Mitarbeiter und drei Kehrmaschinen die Bürgersteige und Straßen. Dazu ist ein Müllfahrzeug im Einsatz“, erklärt Nicole Jäger vom DSB.

„Sollten dann noch Reste auf dem Bürgersteig zu finden sein, ist wie in der Straßenreinigungssatzung geregelt, ganz normal der Grundstückseigentümer oder der von diesem Beauftragte, zum Beispiel der Mieter oder Hausmeister für die Reinigung des Bürgersteigs vor seinem Grundstück zuständig.“

Eine Urlaubssperre gibt es beim DSB also nicht. Jäger: „Ganz jecke Mitarbeiter können also durchaus auch feiern.“ Anderenorts, beispielsweise in der Gemeinde Kreuzau, gibt es keine maschinelle Straßenreinigung und keinen so großen Entsorgungsbetrieb. Nur im Zentralort kommt nach dem Zug eine Kehrmaschine. In Winden gab es im vergangenen Jahr Bürger, die sich über die verdreckten Straßen ärgerten. „Prinzipiell sind die Anlieger für die Reinigung von Gehweg und Rinne zuständig“, erklärt Dezernent Siegfried Schmühl.

Bei den Karnevalszügen seien jedoch die Veranstalter offiziell dafür zuständig, den Hauptdreck wegzuschaffen und daran appelliere die Verwaltung auch. In manchen Straßen müsse der Bauhof aber später einspringen. Daher appelliert Schmühl an jeden Zugteilnehmer, beispielsweise die Kartons gar nicht erst auf die Straße zu werfen.

(smb)
Mehr von Aachener Zeitung