Nörvenich: Regierungspräsidentin Gisela Walsken besucht Gemeinde Nörvenich

Nörvenich: Regierungspräsidentin Gisela Walsken besucht Gemeinde Nörvenich

Der letzte Besuch eines Regierungspräsidenten (RP) in Nörvenich ist lange her. Sehr lange sogar, ganz genau gesagt 36 Jahre. Damals war es Franz-Josef Antwerpes, der die Neffeltalgemeinde besucht hat. Gestern nun war Gisela Walsken, seit 2018 Regierungspräsidentin, zu Besuch im Rathaus von Bürgermeister Dr. Timo Czech (CDU).

„Es stimmt, dass der letzte RP-Besuch schon so lange her ist“, sagte Czech. „Im Umkehrschluss bedeutet das aber nicht, dass unsere Gemeinde und die Bezirksregierung nicht eng zusammenarbeiten. Genau das Gegenteil ist der Fall.“ Gleichwohl, ergänzte der 43-Jährige, empfinde er den Besuch der Regierungspräsidentin als Zeichen großer Wertschätzung.

Gisela Walsken betonte, schon häufiger in der Neffeltalgemeinde gewesen zu sein, aber eben noch nie in „offizieller Mission“. „Ich kenne mein Nörvenich“, so die 60-Jährige. Themen, die Czech, Walsken, die Landtagsabgeordnete Dr. Patricia Peill (CDU) sowie die beiden Ratsmitglieder Konrad Becker (CDU) und Heike Szadkowski (SPD) diskutiert haben, waren unter anderem der Gemeindehaushalt, die Digitalisierung der Grundschulen und die Entwicklung der Kommune.

„Finanzpolitisch“, lobte Walsken, „ist Nörvenich nach schweren Jahren auf einem sehr guten Weg.“ Es sei richtig gewesen, dass die Gemeinde freiwillig Stärkungspaktkommune geworden sei und sich damit höchste Sparauflagen auferlegt habe. „Und es war auch richtig, dass die Kommunalpolitiker sich für den schmerzhaften Weg der Erhöhung der Grundsteuer B entschieden haben. Nörvenich hat die Kehrtwende geschafft und zum ersten Mal seit vielen Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt.“

Besonders am Herzen lag Bürgermeister Czech, darauf hinzuweisen, wie katastrophal die derzeit noch in NRW geltende Regel „keine Entwicklung für Orte unter 2000 Einwohnern“ für Nörvenich sei. Czech: „Von unseren 14 Ortsteilen hat nur der Hauptort mehr als 2000 Einwohner. In dem Punkt brauchen wir dringend eine Gesetzesänderung.“ Patricia Peill betonte, dass die längst in Arbeit sei. „Wenn das neue Gesetz vorliegt“, sagt Walsken, „werden wir alles dafür tun, dass es schnell umgesetzt werden kann. „Ich möchte, dass Ihre Gemeinde und die anderen kleinen Kommunen ihr Entwicklungspotenzial auch nutzen können.“

(kin)