Merken: RC Merken: Die Niederlage verärgert den Trainer sehr

Merken: RC Merken: Die Niederlage verärgert den Trainer sehr

In der Kabine hat es beim Ringerclub Merken verbal ordentlich geknallt. Grund genug hatte Tim Nettekoven, Trainer des RC Merken, nach der 12:16-Heimniederlage in der 2. Bundesliga gegen die bis dahin punktlose Mannschaft des SRC Viernheim laut zu werden. „Ich erwarte hier keine technischen Galavorstellungen, aber sechs Minuten Kampf muss schon drin sein“, war Merkens Trainer nach Kampfende enttäuscht.

Natürlich war an diesem Kampfabend nicht alles schlecht. Die Zuschauer sahen, wie auch im vergangenen Jahr, einen überragenden Maxim Mamulat. Auch Zoltan Lakatos kämpfte bravourös. Der Ungar, der normalerweise in der 75 Kilogrammklasse ringt, musste aufgrund des Fehlens von Abus Magomedov in der 86 Kilogramm Klasse antreten. Mehr als zwei Mannschaftspunkte waren des-halb gegen Viernheims Sascha Helmling nicht drin: „Für mich müsste man die 80 Kilo-Klasse erfinden“, scherzte der Ungar nach dem Kampf.

Neu für die Heimfans war Moldawier Igor Chichioi (57 Kilogramm), dem Trainer Nettekoven „Weltklasse“ attestiert. Gerade einmal zwei Minuten dauerte der Kampf, bevor Chichioi dank technischer Überlegenheit gewann.

Doch viel mehr Positives hatte der Kampfabend nicht. Daniel Anderson durfte mit seiner üblichen Kniebandage nicht kämpfen. Nettekoven nannte diesen Umstand „mega ungünstig“, Anderson selbst sprach von „60 Prozent, die diese Niederlage ausmachten“ und einen Umstand, der ihn unmittelbar vor dem Kampf nervte.

Konditionelle Defizite ließen Jozef Jaloviar, Alex Kleer und Mateusz Kampik hinten heraus einbrechen. „Bereits nach zwei Minuten konnte man bei Mateusz sehen, dass er konditionell totgerungen wird“, prangerte Nettekoven die mangelnde Fitness an. Zudem lobte er gleichzeitig den Gegner: „Eine geile junge Mannschaft. Jeder von denen hat bis zum Ende gekämpft.“

Der Blick bei den Merkenern muss sich jetzt nach vorne richten. Am Samstag ist Riegelsberg zu Gast. „Wir wollen dem Trainer beweisen, dass seine Worte gefruchtet haben und sind zu Hause auf Wiedergutmachung aus“ gibt Alex Kleer die Marschroute vor. Mehr Unterstützung fordert die Mannschaft aber auch von seinen Zuschauern, die diesen Samstag aus Sicht des Teams zu ruhig waren.