Viernheim: RC Merken: Der Trainer sieht nur Gewinner

Viernheim: RC Merken: Der Trainer sieht nur Gewinner

Ohne Abus Magomedov und Alexander Kleer trat der Ringerclub Merken die weiteste Auswärtsreise der Saison an. Aber sie lohnte sich. Mit 19:12 siegte der RC bei Aufsteiger SRC Viernheim. „Alle, die heute gerungen haben, waren Matchwinner“, berichtete Daniel Anderson, der Tim Nettekoven als Trainer vertrat.

Für Kleer, der berufsbedingt verhindert war, und Magomedov, der gleichzeitig einen Mixed-Martial-Arts-Kampf hatte, sprangen Frederic Bondank und Siggi Sitner in die Bresche. „Siggi hat fünf Kilo in drei Tagen abgenommen. Freddy sich noch anderthalb Liter angetrunken. Das haben sie alles für das Team gemacht“, lobte Andreas Enns (98 Kilogramm-Klasse) den Einsatz der beiden Kämpfer.

Im Hinkampf vor ein paar Wochen stimmte die Leistung der Merkener nicht und sie verloren verdient gegen den Aufsteiger. Das war diesmal anders. Die ersten sechs von zehn Kämpfen wurden gewonnen.

Damit lag der RC mit 16:0 in Führung und hatte eine Punkteteilung bereits sicher. Den knappsten Sieg hatte dabei Enns zu verbuchen, der mit 2:1 technischen Punkten Sebastian Otto besiegte. „Ich wollte ihn drehen, und er hat verbotenerweise Beinarbeit gemacht. Dafür bekam ich die Zwei. Dann hab ich nur noch verteidigt“, war Enns auch über seinen Sieg glücklich.

Die letzten vier Kämpfe durfte Düren nun nicht jeweils 0:4 verlieren. Juri Baron verlor aber mit diesem Ergebnis. Siegfried Sitner, der eingesprungene Ringer der zweiten Mannschaft, schien auf dem besten Weg zu sein, über die Zeit zu kommen.

Doch eine halbe Minute vor Schluss war der Kampf verloren. „Er hätte es verdient gehabt, über die Zeit zu kommen“, lobte Anderson den nach dem Kampf völlig erschöpften Ringer. Ede Komaromi stellte für die Merkener mit einem 3:0 den Sieg sicher, so dass Nachwuchsringer Frederic Bondank nach seiner Schulterniederlage zum Abschluss doch zum Jubeln die Hände hochreißen konnte.

(say)
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