Düren/Langerwehe: Rauchmelder können Tragödien verhindern

Düren/Langerwehe: Rauchmelder können Tragödien verhindern

Eine Frau und ein Hund sind bei einem Feuer in Langerwehe ums Leben gekommen. Ein schreckliches Ereignis, das so nicht hätte eintreten müssen. Wie die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, habe es in der Wohnung keinen Rauchmelder gegeben.

„Wenn ein Rauchmelder dagewesen wäre, wäre das Feuer früher bemerkt worden und es wäre nicht zu diesem Schwelbrand gekommen“, sagt Polizeisprecher Willi Jörres. Und auch Dürens Feuerwehrchef Hans-Jürgen Pelzer unterstreicht: „Rauchmelder retten Leben und können so tragische Ereignisse verhindern.“

Pelzer bezieht sich auf eine Statistik, die vor einigen Jahren gezeigt habe, dass Rauchmelder pro Jahr etwa 600 Menschenleben retten könnten. Immer wieder würden Menschen in der Nacht unbemerkt die giftigen Rauchgase einatmen.

„Dass Rauchmelder nun in neuen Häusern zur Pflicht geworden sind, war überfällig“, sagt Pelzer. „Und als Feuerwehrmann kann ich nur für Rauchmelder auch in älteren Häusern plädieren. Zum Schutz der Menschen ist das sehr sinnvoll.“ Gleichwohl wisse er um die rechtlichen Hürden, die es gebe. „Wichtig ist, dass Sie beim Kauf von Rauchmeldern auf die Zertifizierung achten“, rät Pelzer, zum Beispiel auf das VdS-Siegel. Nur bei zertifizierten Geräten sei die Sicherheit garantiert. „Außerdem haben diese Geräte eine ausführliche Anleitung für die Montage mit Ratschlägen zu den geeigneten Positionen“, betont Pelzer. Der Feuerwehr-Chef hat festgestellt, dass immer mehr Menschen sich mit Rauchmeldern befassen, bei der Montage jedoch viele Fragen hätten. Die Feuerwehren empfehlen, Melder dort aufzuhängen, wo Menschen schlafen und wo sie weglaufen würden.

Und was ist mit einem Rauchmelder in der Küche? Pelzer rät, auch dort einen Rauchmelder zu installieren. Wer etwas (zu) scharf anbrät, muss den Melder dann ausschalten. Und wenn nicht in der Küche, dann wenigstens im angrenzenden Raum, rät Pelzer. Schließlich würden Brände oftmals an dem fettgetränkten Vlies der Dunstabzugshaube entstehen. Pelzer betont in diesem Zusammenhang auch: „In jede Küche gehört eine Löschdecke und in jedes Haus ein Feuerlöscher — in jedes Haus nicht nur irgendwo in der Garage.“

Außerdem rät Pelzer zu Rauchmeldern dort, wo Tiefkühltruhen und Wäschetrockner stehen. Denn an denen würden oftmals die typischen Kellerbrände entstehen, weil sich zum Beispiel Fusseln absetzen. „Bitte denken Sie daran: Löschen Sie Fett niemals mit Wasser“, appelliert der Feuerwehrmann. Bei diesem Versuch seien vor Jahren zwei Frauen aus Düren tragischerweise ums Leben gekommen.

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