Zülpich: Ratsbürgerentscheid: Zülpich lehnt Gesamtschule ab

Zülpich: Ratsbürgerentscheid: Zülpich lehnt Gesamtschule ab

„Das war ein eindeutiges Ergebnis, das gibt ein klares Bild.“ Der neu gewählte Bürgermeister der Stadt Zülpich, Ulf Hürtgen, spricht vom Ratsbürgerentscheid, der in Zülpich für ein dreigliedriges Schulsystem ausgefallen ist.

72,88 Prozent der wahlberechtigten Bürger der Stadt, das entspricht 3908 Personen, stimmten mit „Ja“ und damit für ein dreigliedriges Schulsystem. 27,12 Prozent stimmten dagegen. Damit fiel die Entscheidung, dass in den kommenden beiden Jahren Hauptschule, Realschule und Gymnasium in der Römerstadt bestehen bleiben, eindeutig aus. Hürtgen: „Jetzt muss Planungssicherheit her. Wir werden uns mit den Schulleitern zusammensetzen, um das System zu sichern.“

Die Schulen in der Stadt Zülpich besuchen auch rund 500 Schüler aus Heimbach, Vettweiß, Nörvenich, Nideggen und Kreuzau. Jörg Maul aus Heimbach, Sprecher der Elternschaft aus dem Kreis Düren, sagt: „Wir suchen jetzt das Gespräch und wollen ein langfristiges Konzept auf die Beine stellen.“ Die Eltern aus dem Kreis Düren hatten sich vehement für das dreigliedrige Schulsystem eingesetzt.

Ein Knackpunkt könnte auf mittlere Sicht die Hauptschule sein, der die Anmeldungen ausgehen. Sollten sie weiter sinken, könnte, so eine Überlegung, die Hauptschule an die Realschule angedockt werden, Realschule und Gymnasium aber eigenständig erhalten bleiben. Wichtig ist Ulf Hürtgen, dass der Wähler die Gesamtschule nicht wolle.

(gkli)
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