Kreis Düren: Radtour und Wanderungen: Natur, Landschaft und viel(e) Geschichte(n)

Kreis Düren: Radtour und Wanderungen: Natur, Landschaft und viel(e) Geschichte(n)

Ziemlich genau 50 Kilometer liegen für Fahrradfahrer zwischen Heimbach und Jülich, wenn sie immer an der Rur entlang radeln. Dass sich die Strecke nicht zieht, ist zum einen dem Wechselspiel der Natur und der Landschaft zu verdanken.

Und am Sonntag sicherlich auch Gotthard Kirch, der ein ausgewiesener Kenner der Region und ihrer Historie ist und so manche Geschichte beisteuern konnte. Am Sonntag hatten sich Leser unserer Zeitung mit dem Geschäftsführer des Vereins Rureifel Tourismus in Heimbach auf den Weg gemacht, um auf 50 Kilometern Strecke ganz nebenbei zu erfahren, was neben der Rur noch den Nord- und den Südkreis verbindet.

„Nord trifft Süd“ hat der Verein sein jüngstes Projekt überschrieben. In Kooperation mit dem Zeitungsverlag Aachen, Verkehrsunternehmen und Gästeführern waren unsere Leser eingeladen, an kostenlosen Rad- und Wandertouren teilzunehmen. Am Wochenende wurde kräftig in die Pedale getreten, am Montag, am Tag der Deutschen Einheit, stehen zwei Wanderungen ab Zerkall auf dem Programm.

„Mehr als 100 Menschen haben sich angemeldet“, ist Gotthard Kirch mit der Resonanz zufrieden. Vor allem die Wandertouren seien stark nachgefragt worden. Wenn sich unsere Leser am Montag am Nationalpark-Infopunkt auf den Weg machen, werden sie entweder auf dem Weg über die Felspassage die Schönheit der Natur erkunden, oder auf dem „Heinrich-Böll-Weg“ in die jüngere Zeitgeschichte eintauchen. Unterstützt wird „Nord trifft Süd“ von der Natur- und Kulturstiftung der Sparkasse Düren.

„Bei einer solchen Tour kann man immer etwas lernen“, erklärte am Sonntag Norbert Mohr, warum er und seine Ehefrau Dorit sich für die Fahrradtour von Heimbach nach Jülich angemeldet hatten. Zum einen sei es ein schönes Erlebnis, in einer Gruppe diese Strecke zurückzulegen.

Zum anderen sei Gotthard Kirch ein „heimatverbundener und humorvoller“ Reiseleiter, der immer eine passende Anekdote parat habe. „Wir sind nicht zum ersten Mal mit ihm unterwegs“, outete sich Mohr, der in den 90er Jahren aus dem Ruhrgebiet nach Düren gezogen ist, als „touristischer Wiederholungstäter“.

„Die Idee, Nordkreis und Südkreis stärker zusammenzubringen, ist durchaus ausbaufähig“, sagte Gotthard Kirch am Sonntag. Ob es weitere Aktionen gibt, sei aber noch nicht klar. Fest steht aber: In der kommenden Woche wird es eine kostenlose Broschüre mit Ausflugsvorschlägen geben. Sie liegt in den Rathäusern der Rureifel-Kommunen, im Dürener Kreishaus und im Jülicher Rathaus aus.

(sj)
Mehr von Aachener Zeitung