Radstation mit 700 Stellplätzen am Bahnhof Düren

Pläne für neue Radstation am Dürener Bahnhof : Stadt will 2,5 Millionen Euro investieren

Wenn im Rahmen des Masterplans Innenstadt im Jahr 2020 mit der Umgestaltung des südlichen Bahnhofsumfelds im Bereich Fritz-Keller-Weg/Lagerstraße begonnen wird, muss auch das Fahrradparkhaus am Südeingang des Bahnhofes weichen. Allerdings nicht ersatzlos.

Nur wenige Meter entfernt, an der östlichen Seite der Bahnhofsunterführung, will die Stadt für rund 2,5 Millionen Euro eine neue moderne Radstation errichten, mit Werkstatt und Fahrradverkauf und einer Verdoppelung der bisherigen Stellplatzzahl auf mehr als 700. Mit diesem vergrößerten Angebot will die Stadt nicht nur mehr Pendler animieren, das Rad für den Weg zum Zug zu nutzen, sie will auch die Zahl der bislang rund um den Bahnhof wild abgestellten Drahtesel deutlich senken.

Eine derartige Vergrößerung der Anlage ist aufgrund der beengten Platzverhältnisse zwischen dem Bahnhofstunnel und den P&R-Parkplätzen nur mit einem zweigeschossigen Bauwerk möglich, das sich aber aufgrund der rund drei Meter höher liegenden Gleise  problemlos umsetzen lässt, wie aus einer Vorlage des städtischen Tiefbauamtes für die Sitzung des Verkehrs- und Bauausschusses am kommenden Donnerstag hervorgeht.

Und besonders wichtig aus Sicht der Planer: Sollte die Nachfrage von Bahnpendlern nach Fahrradstellplätzen in den kommenden Jahren weiter steigen, könnte die neue Fahrradstation auf der Fläche des heutigen P&R-Platzes auf beiden Ebenen auch noch erweitert werden.  Denn wo heute noch Autos ebenerdig stehen, soll in Zukunft ein Parkdeck entstehen, so dass entlang der Gleise Platz für alternative Nutzungen frei wird.

Die neue Radstation soll komplett barrierefrei gebaut werden. Das gilt auch für den Werkstattbereich. Und sie soll mehrere Zugänge bekommen, so dass Nutzer problemlos beide Ebenen erreichen können. Das benötigte Grundstück mit einer Größe von rund 385 Quadratmetern befindet sich noch im Besitz der Deutschen Bahn, ein Kaufvertrag befindet sich aber in Vorbereitung. Die Bauverwaltung schlägt der Politik darüber hinaus vor, gleich den gesamten südlichen Bahnhofsvorplatz mit zu kaufen, um größeren Spielraum und weniger Abstimmungsbedarf mit der DB bei kommenden Planungen zu haben.

Nach Rücksprache mit der Bezirksregierung Köln kann die Stadt im Rahmen des Masterplans mit einem Zuschuss aus Mitteln der Städtebauförderung in Höhe von rund 600 000 Euro rechnen. Das heißt: 1,9 Millionen Euro müsste die Stadt aus Eigenmitteln berappen. Einen positiven Grundsatzbeschluss des Stadtrates im Dezember vorausgesetzt, könnte der Bebauungsplan bis Mitte 2019 entsprechend geändert werden, so dass schon in einem Jahr mit dem Neubau begonnen werden könnte. 

(ja)
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