Queck baut Stahlbrücken für Hamburger S-Bahnstation

Dürener Firma baut Stahlkonstruktion : Queck liefert Brücken für Neubau von Hamburger S-Bahnstation

Mit der Auslieferung von zwei Bahnsteigbrücken für die neue S-Bahnstation Elbbrücken in Hamburg neigt sich ein „erfolgreiches Jahr“ für die Firma Stahlbau Queck dem Ende zu. Montagabend machen sich nach rund achtwöchiger Fertigung zwei Spezialtransporter mit den jeweils 22,8 Tonnen schweren, 21,3 Meter langen und 5,60 Meter breiten Bauteilen von Lendersdorf aus auf den Weg in den hohen Norden.

Am Mittwoch sollen die beiden Schwertransporter – wenn alles nach Plan verläuft und es auf der Strecke keine Komplikationen mit dem fast zwei Fahrspuren überspannenden Transport gibt – als erstes Zwischenziel Hannover erreichen, erklärt Projektleiterin Sandra Mengels. Dort wird die Stahlkonstruktion entsprechend der Anforderungen der Deutschen Bahn auf verschiedene Arten beschichtet. Eine Arbeit, die bei anderen Queck-Konstruktionen von der Dürener Korrosionsschutz GmbH übernommen wird.

Doch das war diesmal aufgrund der Größe nicht möglich, erklärt die Projektleiterin. Zwei Wochen hat die Spezialfirma in Hannover Zeit für den Korrosionsschutz, dann geht die Reise der Bahnsteigbrücken made in Düren weiter nach Hamburg, wo sie am 10. Dezember erwartet werden. Anfängliche Überlegungen, die beiden Brücken in jeweils zwei Teilen zu fertigen, wurden wieder verworfen, so dass sie als fertige Gesamtbauteile transportiert werden.

Während die beiden Bahnsteigbrücken das Werk am Montag verlassen haben, läuft in der Nachbarhalle die Produktion für einen anderen Großauftrag weiter auf Hochtouren. Seit 2017 fertigt Queck Stahlkonstruktionen für mehr als vier Kilometer Lärmschutzwände am Lärmschutzdeckel der Autobahn 7 bei Hamburg-Schnelsen. Dazu kommen 21 Verkehrszeichenbrücken und zwei Tunnelportale; insgesamt ein Volumen von rund 3250 Tonnen. „Ein Auftrag, der uns noch bis ins zweite Quartal 2019 beschäftigen wird“, erklärt Geschäftsführer Dirk Lehmann.

„Der Verkehrswegebau wird auch im kommenden Jahr ein großes Thema für uns bleiben“, kündigt der Queck-Geschäftsführer an. So hat der Lendersdorfer Mittelständler Aufträge für mehrere Lärmschutzmaßnahmen der Deutschen Bahn an Land ziehen können, unter anderem mitten in Bochum und auch ganz in der Nähe in Langerwehe, wo 2019 im Bereich des Kreisels Bahnhofstraße/Jüngersdorfer Straße/Schönthaler Straße eine Lärmschutzeinhausung mit einer 80 Tonnen schweren Stahlkonstruktion gebaut werden soll.

Nach dem Neubau von Brücken im Zuge der Autobahnverlegung bei Jackerath hofft Lehmann aber auch in diesem Bereich auf weitere Aufträge, zumal in NRW bekanntlich eine Vielzahl von Brücken saniert werden müsse. „Wir haben bis zum Jahresende noch einige Projekte in Aussicht“, betont Lehmann, so dass 2019 für die gut 150 Beschäftigten des Unternehmens ein weiteres gutes Jahr werden könnte.

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