Niederzier/Oberzier: Quartiersentwicklung Weiherhof: Niederzier setzt Projekt in Rekordzeit um

Niederzier/Oberzier : Quartiersentwicklung Weiherhof: Niederzier setzt Projekt in Rekordzeit um

Es ist das größte Infrastrukturprojekt in der Gemeinde Niederzier in den vergangenen zehn Jahren und es wurde in Rekordzeit umgesetzt: Mit einem kleinen Fest haben Verwaltung und Politik am Samstag im Beisein vieler interessierter Bürger die Quartiersentwicklung Weiherhof abgeschlossen.

Mehr als 20 Millionen Euro

Mehr als 5,4 Millionen Euro hat die Kommune in den vergangenen zwei Jahren in das städtebauliche Gegenstück zur „Neuen Mitte“ rund um die Gesamtschule westlich der Kreisstraße 2 investiert. Inklusive der privaten Investitionen der Bauherren im Wohnpark Weiherhof I mit seinen 39 Einfamilien- und drei Mehrfamilienhäusern werden es am Ende sicherlich deutlich mehr als 20 Millionen sein, sprach Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) von einem wichtigen Beitrag zur Stärkung des regionalen Handwerks.

Und mit Blick auf die Wachstumsinitiative des Kreises Düren rief Heuser Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) zu: „Auftrag erfüllt“. Wenn voraussichtlich 2019 alle Grundstücke bebaut sind, wird die Gemeinde Niederzier um fast 200 Einwohner gewachsen sein.

Das Wohngebiet mit einer Fläche von 3,3 Hektar ist das Herzstück eines Quartiers, das aber noch weitaus mehr bietet. Mit einer Umgestaltung der Flächen rund um das Schulzentrum wurden auch die Schulstraße und die Straße „Am Weiherhof“ spürbar aufgewertet.

Die Kompensation

So wurde die Bushaltestelle direkt vor der Schule verlegt, die dort wegfallenden Parkplätze wurden an der Schulstraße mehr als kompensiert. Für die künftigen Neubürger, aber auch für Lehrer und Schüler des Standortes Niederzier der Gesamtschule stehen nun mehr als 80 Stellplätze zur Verfügung, die in Kürze noch mit zwei E-Ladesäulen ergänzt werden.

Optisch äußerst ansprechend ist die etwa ein Hektar große und gut 220000 Euro teure Parkanlage geworden, die das Wohnquartier Weiherhof entlang der Schulstraße und der Kreisstraße 2 mit der „Neuen Mitte“ verbindet und die dort errichte Skateranlage und das Fußball-Minispielfeld umschließt.

Besonders stolz sind Bürgermeister Hermann Heuser und sein Bauamtsleiter Ben Savelsberg dabei auf die zum Teil bereits 20 Jahre alten Bäume, die neu gepflanzt wurden und einen ökologischen Ausgleich für die Gehölze darstellen, die dem neuen Park weichen mussten. Einzig die Bänke fehlen noch, sollen aber in Kürze ebenso folgen wie die Wartehäuschen auf der neuen Bushaltestelle, kündigte Heuser an. „Sie sind bereits bestellt.“

Neuer Kindergarten

Teil des Masterplans war zudem der Bau eines neuen Kindergartens. Das erste Gebäude mit Platz für zwei Kita-Gruppen wurde bereits im Dezember 2017, der Bau eines zweiten Gebäudes für noch einmal zwei Gruppen hat bereits begonnen.

Letzter Meilenstein im Rahmen des Masterplans soll der Bau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehause für die Löschgruppen Niederzier und Oberzier werden, das bis 2020 nördlich der Gesamtschule errichtet werden soll Ein Fachplaner erarbeitet derzeit eine Konzeptstudie, die — hofft der sozialdemokratische Bürgermeister — dann auch bei den bislang eher skeptischen Mitgliedern der Wehr auf Zustimmung trifft.

Mehrfamilienhäuser

Bereits in der Sitzung des Niederzierer Kommunalparlamentes am kommenden Donnerstag, 21. Juni, sollen die baurechtlichen Weichen für den Wohnpark Weiherhof II gestellt werden. An der Ecke Forstweg/Niederzierer Straße sollen 2019/20 noch einmal vier Mehrfamilienhäuser entstehen, davon nach Möglichkeit eines mit Sozialwohnungen.

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