Düren: „Prym Park”: Ein Quartier mit gelebter Nachbarschaft

Düren : „Prym Park”: Ein Quartier mit gelebter Nachbarschaft

Was lange währt soll endlich gut werden. Seit 2006 planen die Evangelische Gemeinde zu Düren und mit ihr eine ganze Schar von Interessenten die Bebauung des so genannten „Prymchen Hangs”.

Jetzt sollen auf dem 30.000 Quadratmeter großen Gelände zwischen Zülpicher Straße und Roncallistraße in absehbarer Zeit die Bagger anrollen. Seit Ende August liegt die Baugenehmigung vor. Im ersten Bauabschnitt, erklären die Geschäftsführer Axel Köpsell und Ulf Opländer der eigens gegründeten Prym Park Quartiergesellschaft GmbH, sollen etwa 40 bis 50 so genannte Module als Wohneinheiten entstehen. In rund 30 Planungswerkstätten haben mehr als zwei Dutzend Personen ihre Vorstellungen dargelegt.

Die Wohneinheiten sollen im Cohousing-Modell entstehen. Dessen großer Vorteil ist die Variabilität. Und eine Philosophie, die sich so beschreiben lässt: So wenig Wohnfläche wie nötig, so viel Gemeinschaftseinrichtungen wie möglich. Im Klartext kann das beispielsweise heißen: Verzicht auf eigene Waschmaschine im Bad oder auch auf Wohnraum, um größere Besuchergruppen zu empfangen. Dafür sind Gemeinschaftseinrichtungen großzügig bemessen.

„Die Gemeinschaft soll in dieser Wohnform eine große Rolle spielen”, erklärt Pfarrer Dr. Dirk Chr. Siedler, Vorsitzender des Aufsichtsrates der PrymPark Quartiergesellschaft. „Das Wohnen im Quartier soll lebendige Nachbarschaft sein”. Und: „Dieses Quartier soll ein Generationen-Mix werden”, sagen die Verantwortlichen.

Rund 180 potentzielle Bewohner haben bereits Interesse bekundet, überwiegend Senioren. Aber man ist auch an jungen Familien, Alleinerziehenden und Singles interessiert. Wert legt die Prym Park GmbH darauf, dem Miteinander ebenso Rechnung zu tragen wie ökologischen Aspekten. Der Verzicht auf überflüssigen Wohnraum zugunsten von mehr Gemeinschaftseinrichtungen ist Programm.

Gemeinschaftlich genutzte Koch- und Essbereiche, Fitness-Räume und Partyflächen oder einfach nur die Lesecke: Viel Wert wird auf nachbarliches Zusammensein gelegt. Und auf die räumliche Variabilität. Je nach Bedürfnis oder Notwendigkeit der Bewohner kann der Wohnraum dank der Modulbauweise reduziert oder erweitert werden. „Eines ist sicher: Frei stehende Einfamilienhäuser werden wir nicht bauen”, versichert Axel Köpsell. Er legt Wert auf die Feststellung, „dass hier kein Bauträger baut, sondern der Bewohner selbst. Auch damit wollen wir uns von der isolierten Wohnsituation entfernen”. Und abschließend: Preislich gesehen „liegen wir im üblichen Rahmen”.