Düren: Prüfer sehen in Düren noch hohe Einsparpotenziale

Düren: Prüfer sehen in Düren noch hohe Einsparpotenziale

Dass Düren finanziell am Abgrund steht, ist keine neue Erkenntnis. Wie schlecht es der Stadt geht, ist ihr jetzt von der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) sehr anschaulich gemacht worden.

Beim „Kommunalindex für Wirtschaftlichkeit” erreicht die Stadt auf einer Skala von 1 (ganz schlecht) bis 5 (sehr gut) gerade mal eine 2.

Die GPA stellte jetzt ihre Analyse, die sie im vergangenen Jahr in Düren durchgeführt hat, dem Finanzausschuss und dem Rechnungsprüfungsausschuss der Stadt vor und lieferte eine Reihe von Vorschlägen, wie sich die Stadt am eigenen Schopf aus der Misere ziehen kann.

Handlungsbedarf sieht die GPA unter anderem bei den Schulen. Nach ihren Berechnungen leistet sich Düren beispielsweise 10.000 Quadratmeter Grundschulfläche zu viel. Das sind in etwa drei Schulgebäude. Außerdem gebe die Stadt zu viel für Schüler aus, die aus den Nachbarkommunen nach Düren kommen.

Alleine 1,6 Millionen Euro könne die Stadt sparen, wenn sie ihre Schulfläche dem durchschnittlichen Quadratmeterbedarf pro Schüler anpasse, haben die Prüfer errechnet. Um rund eine Millionen Euro besser stehe Düren da, wenn es die Nachbarkommunen, aus denen Kinder Dürener Schulen besuchen, zur Gründung von Schulzweckverbänden animieren könnte. 30 Prozent der Schüler in Düren kommen nicht aus der Stadt. Die Nachbarn müssten sich deshalb stärker beteiligen, hieß es.

Neben allgemeinen Empfehlungen (Standards reduzieren, freiwillige Leistungen streichen, Gebühren erhöhen) sehen die GPA-Mitarbeiter auch Einsparpotenzial bei der Reinigung der städtischen Gebäude und beim Bewirtschaften der Grünflächen. Verwaltung und der Kommunalpolitik bezeichneten die Vorschläge als teilweise zu theoretisch. Betont wurde auch, dass die GPA bei ihrer Prüfung von Februar bis Juli 2010 die Sparbeschlüsse vom vergangenen Sommer noch nicht berücksichtigen konnte.