Düren: Prolingheuer schmettert Düren zum Sieg

Düren: Prolingheuer schmettert Düren zum Sieg

„Eine solche Begegnung ist nach einer solchen Frustwoche wegen der Niederlage gegen Bühl eine hervorragende Gelegenheit, sich an den eigenen Haaren aus dem Schlammassel zu ziehen.“ Der Mann, der diese Worte sprach, heißt Michael Mücke und ist Trainer des Volleyball-Bundesligisten Powervolleys Düren.

Er und seine Mann schrieben ein kleines Stück Volleyball-Geschichte: Zum ersten Mal in der Historie des Vereins gewann ein Team beim VfB Friedrichshafen. 3:2 (18:25, 25:22, 25:18, 14:25, 15:13) siegten die Dürener am Bodensee, bewiesen nicht zuletzt im entscheidenden fünften Satz Nervenstärke: Marvin Prolingheuer nutzte die zweite Gelegenheit, um das 15:13 zu erzwingen. Den ersten Angriff hatten die Hausherren noch abgewehrt, Düren aber die Ruhe bewahrt, den Angriff neu aufgebaut. Prolingheuer ließ seine Jungs und den Trainer jubeln.

„Das ist schon ein geiles Gefühl. Gegen den TV Bühl haben wir uns teilweise selbstgeschlagen. Gegen den VfB wollten wir beweisen, dass wir Volleyball spielen können“, freute sich der Diagonalangreifer, den Friedrichshafens Coach Stelian Moculescu nicht nur wegen der 24 Punkte zum wertvollsten Spieler des Dürener Teams erkor.

Gewiss, als Neuzugang ist Prolingheuer kein großer Teil der Dürener Volleyballgeschichte, aber der 2,10 Meter große Diagonalangreifer freute sich nichtsdestotrotz über den überraschenden Erfolg, zumal es auch sein persönlicher erster Erfolg beim VfB war.

Sein Coach Michael Mücke zollte seinen Spielern Respekt, weil sie im Training immer hervorragend gearbeitet hatten und sich nun mit dem Erfolg belohnten: „Du kannst eine Partie wie gegen Bühl verlieren, aber wichtig ist, dass du dich nie entmutigen lässt. Und wenn du weiter an dir arbeitest, erntest du am Spieltag die Früchte der Trainingsarbeit.“ So in Friedrichshafen. Taktisch sehr gut agierte Düren beispielsweise mit den Aufschlägen: „Wir haben den VfB gezwungen, nur noch bestimmte Spielzüge aufziehen zu können.“ Dann griffen Block und Feldabwehr zu.

Und auch Dürens Annahme kam mit den gefürchteten Aufschlägen der Häfler immer besser zurecht, auch weil das eingewechselte Eigengewächs Dennis Barthel keine Nerven zeigte. Schließlich wankte auch ein anderer Spieler nicht unter Last der Verantwortung: Zugang Jan Philipp Marks. Er steuerte 13 Punkte zum Sieg bei.

Am Mittwoch erwartet Düren den CV Mitteldeutschland zum nächsten Pflichtspiel. Anpfiff ist in der Arena um 20 Uhr.

(sis)
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