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"Pro Rad" kritisiert Radfahrlösung auf der Bismarckstraße

„Pro Rad“ kritisiert Umbau der Bismarckstraße : Radfahrlösung ist eine „mittlere Katastrophe“

Nach Abschluss der Umbauarbeiten an der Bismarckstraße übt die Arbeitsgemeinschaft „ProRad“ heftige Kritik insbesondere am Radfahrstreifen stadteinwärts, der zwischen der Busspur und der Fahrspur für Pkw und Lkw verläuft. In einem Schreiben an die Stadtratsfaktionen spricht AG-Sprecher Ron Maris von einer „mittleren Katastrophe“.

Er ist überzeugt, dass „der erste Unfall nicht lange auf sich warten lassen“ wird. Maris fragt sich, warum die Busspur nicht mit dem Radfahrstreifen kombiniert wurde. Damit wären aus Sicht der Radfahrerlobby alle Probleme vom Tisch.

„Pro Rad“ hat festgestellt, dass immer wieder Pkw und Lkw ihre Spur verlassen und zum Teil über den Radfahrstreifen fahren, insbesondere im Bereich der Verschwenkung kurz vor der Einmündung der Hans-Brückmann-Straße und selbst dann, wenn Radfahrer unterwegs sind. Zudem hat die AG festgestellt, dass der Radfahrstreifen nur eine Breite von 1,84 Meter hat, die seitlichen Markierungsstreifen nicht mitgerechnet. Zwei Meter aber sollten es schon sein, betont „Pro Rad“.

Jetzt sei der Bereich viel zu eng, insbesondere dann, wenn sich Radfahrer zwischen einem Bus auf der rechten und einem Lkw auf der linken Seite befänden. Mit Blick auf den üppigen Fußgängerraum entlang des neugestalteten Heuss-Parks hätte dies problemlos vermieden werden können, beklagt die AG, die zudem kritisiert, dass der Haltestreifen an der Kreuzung nicht vorgezogen wurde und es für Radfahrer, die nach rechts auf die Hans-Brückmann-Straße abbiegen wollen zu einem Konflikt mit den geradeaus fahrenden Bussen kommen kann.

„Pro Rad“ fordert, den Radfahrstreifen zu verbreitern und durchgehend rot zu färben, die Verschwenkung zu verlängern, die Haltelinien für Radler vorzuziehen und die Bushaltestelle um mindestens zehn Meter zurückzuverlegen, damit Busse nicht direkt nach den Anfahren den Radweg kreuzen müssen.

(ja)