Nörvenich: Pro Haushalt Mehrkosten von 25 Euro

Nörvenich: Pro Haushalt Mehrkosten von 25 Euro

Der durchschnittliche Drei-Personen-Haushalt mit Einfamilienhaus muss in der Gemeinde Nörvenich im laufenden Jahr rund 25 Euro mehr für Straßenreinigung, Abwasser und Müllabfuhr aufbringen. Dies hat der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig dem Rat zur Beschlussfassung empfohlen.

Bürgermeister Hans Jürgen Schüller sprach von einer moderaten Erhöhung, die im wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen ist: den langen Winter und Mehrkosten bei der Bioabfallentsorgung, die zum Teil über den Restmüll aufgefangen werden, damit die Biotonne attraktiv bleibt und Grünabfall nicht - wie früher - wild in der Landschaft abgekippt wird. Nachzahlungen für das Jahr 2009 konnten vermieden werden, zum Teil auch durch einen Griff in die jeweiligen Rücklagen.

Nach dem harten Winter müssen Grundstücksbesitzer nun 1,32 Euro pro laufendem Meter für die maschinelle Straßenreinigung zahlen (2009: 0,96 Euro), für die Handreinigung 6,36 Euro (6,00). Kleiner Trost des Bürgermeisters: „Unser Salzlager ist jetzt erst einmal gut gefüllt. Der nächste Winter kann kommen.”

Während die Abwassergebühren konstant bleiben - 3,83 Euro je Kubikmeter Schmutz- und 0,70 Euro je Kubikmeter Regenwasser -, wird die Abfallentsorgung teurer. Die Entleerung der Restmülltonnen wird um rund fünf Euro teurer: Die 60-Liter-Tonne kostet ab sofort 93,96 Euro (88,20), die 120-Liter-Tonne 140,76 Euro (135,24) und das 240-Liter-Gefäß 281,16 Euro (276,24). Die Kosten für die Abfuhr der 240-Liter-Biotonne steigen von 80,40 Euro im vergangenen Jahr auf 85,20 Euro in 2010.

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