NIederzier: Privater Investor verspricht digitalen Quantensprung

NIederzier: Privater Investor verspricht digitalen Quantensprung

Für die Bürger in der Gemeinde Niederzier könnte schon bald ein neues Internet-Zeitalter beginnen. Wie schon im Kreis Heinsberg will die Deutsche Glasfaser GmbH auch in der Gemeinde Niederzier ein flächendeckendes Glasfasernetz mit einer Übertragungsrate von 100 Mbit errichten. Die bisherigen Möglichkeiten sind bei maximal 16 Mbit (DSL 16.000) erschöpft. Die meisten Haushalte aber müssen noch mit weitaus geringeren Übertragungsraten leben.

Die Philosophie des privaten Investors ist denkbar einfach, wie Marco Westenberg im Bauausschuss erläuterte. In Dörfern mit mehr als 500 Wohnungen/Anschlüssen müssen sich 40 Prozent der Haushalte per Vorvertrag für das neue Angebot entscheiden. Dann wird das Glasfasernetz innerhalb von vier bis sechs Monaten gebaut. Auch die etwas kleineren Orten Selhausen und Krauthausen könnten angeschlossen werden, allerdings müssten sich hier deutlich mehr Haushalte beteiligen. Nur ein paar wenige Häuser — Westenberg spricht von drei bis vier Prozent — bleiben Außen vor, könnten aufgrund ihrer Lage abseits der Kernbebauung nicht berücksichtigt werden.

Für die komplette Gemeinde spricht Westenberg von einem Investitionsvolumen von bis zu 20 Millionen Euro, die die Deutsche Glasfaser GmbH aus eigenen Mitteln stemmen will. Der Anschluss ist für alle Teilnehmer, die direkt mitzumachen, kostenlos. Später würde er 400 Euro kosten.

Für Internet, Telefonie und HD TV und Telefonie über Glasfaser würden monatliche Kosten zwischen 44,95 und 54,95 Euro fällig, erklärte Westenberg. Allerdings tritt die deutsche Glasfaser nur als Netzbetreiber auf und arbeitet mit Service-Providern zusammen. Über die genauen Modalitäten wollen das Unternehmen und die Gemeinde in Kürze bei Bürgerversammlungen informieren.