Merzenich: Premiere beim „1. Youngster­-Open-Air“ in Merzenich ist ein voller Erfolg

Merzenich: Premiere beim „1. Youngster­-Open-Air“ in Merzenich ist ein voller Erfolg

Wer per S-Bahn zum „1. Youngster-Open-Air“ anreiste oder den dortigen Parkplatz nutzte, konnte bereits dort hören, dass im Pützpark beste Partystimmung herrschte. Die mehr als 200 Besucher ließen sich von dem Regen nicht abschrecken, die Musiker anzufeuern.

Initiator Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU) freute sich sehr, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Summernight in the Park“ ein Konzert von und für Jugendliche anbieten zu können. Die Anregung dazu lieferten diese selbst: Im Jugendforum der Gemeinde hatten sie kritisiert, dass es in Merzenich keine adäquaten Angebote gäbe. Grund genug für Gelhausen, aktiv zu werden. „Alle Musiker haben einen Bezug zu Merzenich oder kommen selbst von hier“, beschrieb Mitarbeiterin Beate Schau ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Bands.

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Max (17) und Melina (16) wohnen in dem Ort. „Die Musik ist toll“, urteilten sie. „Das Konzert ist gut organisiert und eine klasse Gelegenheit, mit Freunden abzuhängen. Auch die Leute vom Sicherheitsdienst sind nett.“ Teil des Sicherheitskonzeptes: ein Ampelsystem für die Besucher. Jugendliche von 14 bis 15 Jahren erhielten ein rotes Band. An sie wurde kein Alkohol ausgeschenkt, und sie mussten das Gelände bereits um 22 Uhr verlassen. 16- bis 17-jährige Jugendliche erhielten ein gelbes Armband und durften bis 24 Uhr bleiben.

Grüne Bändchen

Die Gruppe der Über-18-Jährigen erhielt grüne Bänder. Sie durften selbst entscheiden, was sie trinken und wann sie nach Hause gehen wollten. Unter ihnen: Karola Jochmann (60). Als Anwohnerin war sie schon auf vielen Veranstaltungen im Pützpark. Ihre Einschätzung: „Hier treffen sich Familien und Freunde. Ich finde es richtig toll, dass heute Abend auch so viele junge Leute hier sind.“

Auf der Bühne zu sehen und zu hören war eine Mischung aus verschiedenen Musikstilen wie Rock, Pop, Rap, Hip-Hop und Punk. Mit dabei die Gruppen „Kalsarikännit“, „Eventuell eine Band“,“ KeKay & Crizzle“, „Funk Force 5“, und „Indigo“. Zwischendurch spielten DJs Partymusik. Drummer Andi der Punkband „Kalsarikännit“ berichtete: „Uns gibt es erst seit zwei Monaten. Dann kam die Anfrage, ob wir hier auftreten wollen. Wollten wir. Das war ungeheuer spannend und hat uns motiviert, schnell ein Repertoire einzuüben.“

Die Band verdankt ihren Namen Andis Vorliebe für skandinavische Musik. „Das Wort Kalsarikännit kommt aus dem Finnischen und wird verwendet für ‚alleine zu Hause in Unterhosen saufen‘. Wir fanden es skurril, dass es dafür einen eigenen Begriff gibt“, erzählte er die Geschichte der Band-Namensfindung. Kalsarikännit coverten bekannte Stücke und versahen sie mit einer Punk-Note, spielten aber auch eigene Songs. „Wir machen, woran wir Spaß haben. Und wenn wir Lust haben, alleine zu Hause in Unterhosen zu saufen, dann machen wir auch das.“

Am Montag, 2\. Oktober, findet der SWD Oldie-Abend im Pützpark statt und am Dienstag, 3\. Oktober, wird zum Ortsfest geladen.

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