Powervolleys müssen Mittwoch bei der SVG Lüneburg antreten

Volleyball-Bundesliga : Powervolleys fahren mit breiter Brust nach Lüneburg

Nur zwei Tage Zeit ist den SWD Powervolleys geblieben, um die bittere 2:3-Niederlage vom vergangenen Sonntag gegen den amtierenden Deutschen Volleyballmeister, die Berlin Recycling Volleys, zu verarbeiten. Am Mittwochabend (Anpfiff 19 Uhr) hat die Mannschaft von Co-Trainer Justin Wolf nämlich schon die nächste schwere Aufgabe vor der Brust: ein Auswärtsspiel bei der SVG Lüneburg und deren Trainer Stefan Hübner.

„Lüneburg ist immer ein sehr schwer zu spielender Gegner“, erklärt Justin Wolff. „Die Mannschaft punktet vor allem aufgrund ihres Spielwitzes und weniger über die Kraft, wie das bei Berlin der Fall war.“ Hinzu komme, dass Stefan Hübner ein absoluter Taktik-Fuchs sei. „Ich habe bei ihm meine ersten Profi-Erfahrungen als Co-Trainer in Solingen gemacht.

Bei Stefan Hübner, der ja zu seine aktiven Zeit auch in Düren gespielt hat, muss man wirklich immer mit einer Überraschung rechnen.“ Gleichwohl, ergänzt Wolff, könne seine Mannschaft mit absolut breiter Brust nach Lüneburg fahren. „Wir haben zwar gegen die Berlin Recycling Volleys am Ende unglücklich verloren, aber wir haben zwei Sätze lang überragenden Volleyball gespielt. Das haben wir mit ins Training genommen, darauf haben wir aufgebaut.“

Wolff rechnet mit einer absolut engen Partie in der kleinen, nicht einfach zu spielenden Halle. „Lüneburg richtet seine Heimspiele in einer Schulturnhalle aus – nicht selten vor 1000 Zuschauern. Das ist schon etwas Besonderes, ein echter Hexenkessel.“

Dürens französischer Außenangreifer Florian Lacassie hofft, dass seine Mannschaft das Spiel gegen Berlin vor allem mental gut verarbeitet hat. „Dann bin ich davon überzeugt, dass wir am Mittwoch auf jeden Fall gewinnen. Und die Punkte sind enorm wichtig, damit wir einen möglichst guten Ausgangspunkt für die Play-offs bekommen.“ Mannschaftskapitän und Mittelblocker Michael Andrei, der hofft am Mittwoch nach seiner Verletzung aus dem Berlinspiel wieder zu 100 Prozent fit zu sein, ist davon überzeugt, dass sein Team in Lüneburg punkten wird.

„Es stimmt, dass die Schulturnhalle besonders ist, aber ich mag es, dort zu spielen. Es ist viel besser, eine aufgeheizte Stimmung zu haben, als keine Stimmung.“ Natürlich warte mit Lüneburg gleich der nächste „Knaller“ auf seine Mannschaft, betont Andrei. „Wir erleben gerade ziemlich anstrengende Wochen. Aber wir sind mitten in der Saison. Da ist das einfach so.“ Ähnlich wie Berlin, ergänzt Andrei, habe auch Lüneburg sehr athletische Spieler. „Vielleicht sind sie aber ein bisschen ausrechenbarer für uns als die Berliner“, sagt Andrei. „Wir haben Lüneburg im Hinspiel geschlagen und haben uns im Training sehr gut auf diese Mannschaft vorbereitet. Ich weiß also nicht, was dagegen spricht, dass wir dieses Spiel gewinnen.“