Düren: Positives Signal: Alles deutet auf Erhalt des Neapco-Werkes hin

Düren: Positives Signal: Alles deutet auf Erhalt des Neapco-Werkes hin

Für die Zukunft des Dürener Neapco-Werkes deutet sich eine Lösung an. Wie Geschäftsführer Dr. Martin Esser gestern erklärte, konnten Geschäftsführung und Betriebsrat sich einigen, „zu welchen Konditionen die langfristige Standortsicherheit bis 2026 für das Werk an der Henry-Ford-Straße ausgestaltet werden kann“.

Zu konkreten Inhalten wollte sich Esser noch nicht äußern. Bekannt wurde nur, dass der amerikanische Mutterkonzern der Vereinbarung bereits zugestimmt hat. Allerdings steht noch die Genehmigung durch den chinesischen Eigentümer, die Wanxiang Gruppe, aus.

Stimmt der Eigentümer den Plänen zu, wäre die befürchtete Abwanderung des Werkes nach Polen ebenso vom Tisch, wie auch ein möglicher Neubau im Kreis Düren. Bei einer Betriebsversammlung wurden den rund 1000 Beschäftigten gestern die ersten Details der Vereinbarung vorgestellt. Betriebsratsvorsitzender Jürgen Müller ist optimistisch, dass die entsprechenden Verträge noch in dieser Woche unterzeichnet werden können. Müller: „Dann wären wir einen gewaltigen Schritt weiter.“

Schon im Vorfeld hatten sich die Beschäftigten im Sommer zu einem Lohnverzicht in der Zukunft bereit erklärt. Neben Urlaubs- und Weihnachtsgeld sollen Tariferhöhungen in den kommenden Jahren nicht ausgezahlt werden. Betriebsratsvorsitzender Jürgen Müller: „Wir haben unseren Obolus, das Werk zu erhalten, geleistet.“ Im Gegenzug soll sichergestellt werden, dass die Arbeitsplätze dauerhaft erhalten werden und Produkte, die in Düren gefertigt werden, am Standort verbleiben und nicht nach Polen oder China verlagert werden.

Damit die Rechnung aufgeht, müsste auch der Besitzer der Werkshallen — ein irischer Investor — in das Werk investieren. Das ist nach 50 Jahren Nutzung deutlich in die Jahre gekommen. Nötig wäre vor allem eine energetische Sanierung. Ob hier inzwischen ebenfalls eine Zusage vorliegt, blieb gestern unklar.

(bugi)