Powervolleys: Positiver Druck vor dem ersten Heimspiel

Powervolleys: Positiver Druck vor dem ersten Heimspiel

Powervolleys-Zuspieler Tomáš Kocian gibt im Interview einen Ausblick auf das Spiel gegen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen.

Nicht nur die Powervolleys, auch die Fans scharren mit den Hufen: Morgen Abend wird um 19 Uhr in der Arena Kreis Düren das erste Dürener Heimspiel der Volleyball-Bundesliga-Saison angepfiffen. Zuspieler Tomáš Kocian blickt mit Redakteurin Anne Welkener auf die anstehende Partie gegen die Netzhoppers Solwo Königspark Königs Wusterhausen (KW).

Herr Kocian, wer Berlin schlägt, muss auch Königs Wusterhausen schlagen, oder?

Tomas Kocian freut sich auf den Heimspiel-Auftakt. Foto: Stephan Johnen

Tomáš Kocian: Ich weiß gar nicht, ob man das so sagen kann. Auf dem Papier schon. Aber nichtsdestotrotz müssen wir uns nach der zweiwöchigen Spielpause neu fokussieren. Das ist unser erstes Heimspiel. Ich will da nicht von Druck sprechen, eher von positivem Druck, weil wir uns mega freuen, hier zu spielen. Der Anspruch ist natürlich, KW zu schlagen, aber im Volleyball ist alles möglich.

Wirft man einen Blick auf die vergangene Saison, sieht man bei beiden Spielen gegen die Netzhoppers ein klares 3:0 für Düren. Auf den zweiten Blick sieht man aber auch, dass fünf der sechs Sätze mit jeweils zwei Punkten Abstand gewonnen wurden. Wird es auch Mittwoch wieder eine knappe Kiste?

Kocian: Ich hoffe nicht. Wenn wir 3:0 gewinnen und jeder Satz geht mit 25:23 zu Ende, unterschreibe ich das aber auch. Das ist eine Mannschaft, die man auf keinen Fall unterschätzen darf. Als KW vor gut zwei Wochen zu Hause gegen die Hypo Tirol Alpenvolleys gespielt hat, haben sie den ersten Satz gewonnen und waren im zweiten auch weit vorn. Hätten sie den zweiten Satz noch gewonnen, hätten sie einen Punkt geholt. Das war eng. Unser Anspruch ist natürlich, deutlich zu gewinnen. Und ich bin da recht zuversichtlich, wegen der Kulisse im Rücken und unserer Motivation, die wir im Moment haben. Die Stimmung ist gut.

Sie sagen: Königs Wusterhausen darf man nicht unterschätzen. Was bringt das Team mit, das die Powervolleys zum Schwitzen bringt?

Kocian: Die haben sich mit dem Kanadier Casey Adam Schouten über Diagonal gut verstärkt, und mit Dirk Westphal haben sie einen erfahrenen Mann. Aber sie haben Björn Andrae verloren, das war bei denen eine große Figur in den vergangenen Jahren. Die haben schon Qualitäten in den Reihen – aber wir halt auch.

Der Trainer der Netzhoppers, Mirko Culic, war von 2006 bis 2008 Trainer in Düren, Sie kamen 2011 in die Rurstadt und haben ihn deshalb hier verpasst. Trotzdem die Frage: Wie schätzen Sie ihn ein?

Kocian: Er ist ein sehr guter Trainer, ein Mann mit viel Erfahrung, weil er selbst gespielt und mehrere Vereine trainiert hat. Von den Leuten, die mit ihm gearbeitet haben, haben wir durchweg positives Feedback gehört.

Ein Wiedersehen gibt es auch mit Dirk Westphal, der vergangene Saison für Düren gespielt hat, aber verletzungsbedingt lange ausfiel.

Kocian: Ja, der ist wieder fit und hat in den ersten beiden Spielen gespielt. Der wird heiß sein.

Das ist sicherlich mittlerweile auch das Dürener Publikum. Was schätzen Sie, wie voll wird es?

Kocian: Was ich gehört habe, wird die Halle richtig voll. 1800 Tickets waren vor ein paar Tagen schon weg, dazu kommt noch die Abendkasse. Wir könnten es schaffen, dass die Arena ausverkauft ist, das wäre natürlich der Hammer. Das wäre ein super Zeichen. Wir wollen den Fans was bieten, nicht nur bei diesem ersten Spiel, sondern kontinuierlich wollen wir so viele Zuschauer wie möglich. Ich hätte es am liebsten, dass die Halle ständig voll ist. Dafür werden wir unser Bestes geben.

Mehr von Aachener Zeitung