Langerwehe: Polizei findet vandalierende Einbrecher

Langerwehe: Polizei findet vandalierende Einbrecher

Sie haben mit Beleidigungen und Sprüchen provoziert. An den verschiedensten Tatorten haben sie ihre schriftlichen Botschaften hinterlassen. Ein Spruch lautete: „Ihr findet uns nie!”

Die Rechnung machten die Sprücheklopfer aber ohne die Polizei: Beamte nahmen am Montag ein Trio aus Langerwehe fest, das für Einbrüche und Beschädigungen verantwortlich sein soll. Einem der beiden 20-Jährigen und einem 15-Jährigen werfen die Beamten sieben Brüche und eine weitere Sachbeschädigung vor.

Den anderen 20-Jährigen verdächtigt die Polizei, zumindest bei zwei Delikten Mittäter gewesen zu sein. Die Schadenshöhe der bisher aufgeklärten Straftaten steht noch nicht fest. Allerdings geht die Polizei von mehreren zehntausend Euro aus.

In der jüngsten Vergangenheit war es in der Kommune zu einer beunruhigenden Serie von Einbrüchen gekommen: So verwüsteten Unbekannte in der Nacht zum 19. November den Jüngersdorfer Kindergarten, entwendeten aus ihm auch verschiedene Gegenstände. Die Schäden in der Kindertagesstätte waren so enorm, dass die Einrichtung für mehrere Tage geschlossen werden musste.

Vor ihrem Treiben in dem Kindergarten waren die jungen Langerweher, ermittelte die Kriminalpolizei weiter, im September sowie in der Nacht vom 14. auf den 15. und vom 15. auf den 16. November in eine Alten- und Krankenstation an der Heinz-Emondts-Straße eingedrungen, richteten dort Schäden an und verschwanden mit fremdem Gut.

Für die Polizei zählen auch zwei Einbrüche in das Vereinsheim des TuS 08 Jüngersdorf/Stütgerloch sowie ein Einbruch in ein Reihenhaus an der Straße „An der Lochmühle”als aufgeklärt. Bei ihrem ungebetenen Besuch in dem Haus hatten die Täter mehrere Wasserhähne aufgedreht und Schläuche so ausgelegt, dass das Gebäude komplett unter Wasser gesetzt wurde. Die Feuerwehr musste das Reihenhaus leer pumpen. Auch ein Nachbarhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen. Zuvor hatten die Täter eine Autoscheiben eingeschlagen.

Dass der „Ihr-findet-uns-nie”-Spruch nicht Wirklichkeit wurde, ist auch der Akribie von Sachbearbeitern der Kriminalpolizei zu verdanken. Der 20-jährige Haupttäter geriet in Verdacht, weil er schon früher wegen Sachbeschädigungen die Bekanntschaft mit der Polizei gemacht hatte. Dann ging alles schnell. Die Ermittler fanden in der Wohnung des Haupttäters, bei dem 15-Jährige seit geraumer Zeit lebt, einige der gestohlenen Gegenstände. Die beiden Hauptverdächtigen wurden dem Haftrichter vorgeführt.