Düren/Köln: Poesie, Heavy Metal und Stimmung im Kölner Luxor

Düren/Köln: Poesie, Heavy Metal und Stimmung im Kölner Luxor

Schweres Metall, schnelle Stromgitarren und stampfendes Schlagwerk: Die Halbfinalrunde des Emergenza-Festivals stand ganz im Zeichen der Rock- und Metal-Musik.

Während in den Vorrunden die Bands noch heiter aus den verschiedensten Genres gemischt wurden, stellten die Veranstalter diesmal Gruppen ähnlicher Musikausrichtung zusammen. Um zwischen neun Bands ähnlicher Art hervorzustechen, bedarf es natürlich besonderer Qualitäten. Und da die allgemeine Qualität der Musiker im Vorfinale deutlich angestiegen ist, war es für die einzelnen Bands kein leichtes Unterfangen, Publikum und Jury zu überzeugen. Trotz des Contest-Drucks oder vielleicht gerade deswegen lieferten die Teilnehmer eine grandiose Show.

Dabei zeigten die Bands, dass Rock und Metal sehr facettenreich sein können. Mal wurde erbarmungslos auf die Instrumente eingedroschen, wie bei der Death Metal Band „Amputation”. Mal wechselten einschlagende Riffs mit wohlklingender Melodiösität wie bei der Dürener Gruppe „Down in December”. Eine der Bands, „Lorie Deblasted”, eröffnete ihr Spiel sogar mit dem stimmungsvollen Vortragen eines Gedichtes.

Ob das Publikum nun zu wildem „Mosh-Pit” tanzen, Haare schwingen oder mitgrölen aufgefordert wurde, die Aufforderungen der Bands blieben meist nicht lange unerfüllt. So war es auch nicht verwunderlich dass sich schon zu Beginn des Abends ein große Traube der schwarz gekleideten Musikfreunde vor dem Luxor in Köln versammelt hatte.

Einen der Höhepunkte des Abends bildeten die drei Jungs von „Die Versenker”. Diese Deutschrock Band überzeugte neben ihrem musikalischen Talent vor allem mit einem ausgeprägten Humor, der den Ärzten in nichts nachsteht. Auch zeigte sich ihr Sänger sehr sportlich, als er die Band „Down in December” für ihren - trotz des undankbaren frühen Auftrittzeitpunktes - guten Auftritt lobte

Vom Publikum bestimmt

Die vier besten Bands des Abends wurden vom Publikum bestimmt, wobei von diesen nochmal zwei von der Emergenza Jury ausgewählt wurden. Die glücklichen beiden, darunter „Die Versenker”, dürfen direkt ins NRW-Finale in der Live-Music-Hall einziehen, während die anderen beiden noch die Möglichkeit haben, sich für das Finale zu qualifizieren. „Down in December” schaffte es nicht unter die Top Vier, kam aber trotzdem beim Auftritt auf ihre Kosten.