1. Lokales
  2. Düren

Pianist Jeb Patton aus New York gastiert in Düren

Der erste gemeinsame Auftritt dreier Jazzmusiker : Der Star gibt seinen Kollegen Spielraum

Nette Club-Atmosphäre bei Becker & Funck, der Fabrik für Kultur und Stadtteil im Dürener Osten. Bei einem Getränk und einem Gespräch unter Freunden warten die Dürener Jazz-Fans gespannt auf den Moment, in dem das Piano, der Bass und das Schlagzeug auf der Bühne besetzt werden.

Oliver Mark vom Planet Jazz Club, in dem die Dürener Vereine Planet Jazz und Jazz-Club fusionierten, hat sich selbst einen großen Wunsch erfüllt, mit der Combo, die gleich die Instrumente auf wundervolle Art und Weise bespielen soll. Da ist Jeb Patton, der gefeierte Pianist aus New York, dem für den Auftritt bei Becker & Funck ein Rhythmus-Gespann aus Deutschland zur Seite gestellt werden sollte. Dazu hat Jazz-Experte Mark sich in der Kölner Szene umgetan und den Schlagzeuger Hendrik Smock und den Bassisten Martin Gjakonovski engagiert. Auf die Idee, dass die drei Musiker zum ersten Mal gemeinsam auf einer Bühne „jazzen“, kann wirklich keiner kommen, der das Trio erlebt. Sie wirken gut aufeinander eingestimmt. Und Patton, der eigentliche Star des Abends, lässt die Kollegen nicht blass wirken. Gibt ihnen Spielraum, ihr Können zu zeigen. Der aus einer mazedonischen Musikerfamilie stammende Jazz-Bassist bespielt sein Instrument oft mit geschlossenen Augen und lässt die Welt um sich herum verschwinden. Blitzschneller Wechsel von Stöcken zu Besen bei Smock. Je nach Stimmungslage des Stückes. Manchmal auch beides gleichzeitig.

Schon mit dem ersten Stück hat die Combo das Publikum in ihren Bann gezogen. Immer wieder Applaus. Mal lässt ihr Spiel die Füße der Zuhörer wippen mal berührt es das Herz. Patton hat mit Größen wie Charles McPherson, George Coleman, Rodney Green, der Jimmy Health Big Band und Dizzy Gillespie All Stars gespielt. Auf vielen großen Festivals ist der 44-Jährige aufgetreten und hat mittlerweile schon zwei Bücher geschrieben. Aber Star-Allüren sind im fremd.

„Das ist das erste Konzert nach der Fusion“, hat Oliver Marx eingangs gesagt. Ein tolles Konzert und ein fulminanter Start für Mark und seine Mitstreiter Bernd Ohlemeyer und Henner Schmitt.

(wey)