Langerwehe: Pflasterstein gegen Lokführerkabine geworfen: Zeugen gesucht

Langerwehe: Pflasterstein gegen Lokführerkabine geworfen: Zeugen gesucht

Die Polizei nennt den Vorfall „lebensgefährlich“ und sucht nach Zeugen: Einen Pflasterstein haben Unbekannte am Mittwochnachmittag in Langerwehe gegen die Führerkabine eines herankommenden Regionalexpresses geworfen. Der Lokführer hatte Glück - der gegen die Scheibe knallende Stein schlug nicht durch das Glas.

Wie die zuständige Bundespolizei Aachen am Donnerstag mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen 15.30 Uhr an der Brücke des Finkenwegs über die zweispurige Hauptstecke zwischen Köln und Aachen. An der Scheibe der Lokführerkabine des RE1 blieb ein Schaden von der Größe eines Handtellers zurück.

Die Polizei fragt: Wer hat ein verdächtiges junges Pärchen am Mittwochnachmittag in diesem Bereich beobachtet? Foto: Bundespolizei Aachen

Zum fraglichen Zeitpunkt wurde ein junges Paar im Alter von etwa 18 bis 20 Jahren beobachtet, „wobei der Mann den Stein auf den unter ihm fahrenden Zug geworfen haben soll“, wie es im Polizeibericht heißt.

Eine sofort eingeleitete Suche nach den Tätern im Bereich Langerwehe-Jüngersdorf verlief ergebnislos. Die Beamten entdeckten an den Gleisen in Tatortnähe den Pflasterstein, den die Täter vermutlich geworfen hatten.

Die Polizei weist darauf hin, dass der Vorfall als gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr gewertet werde, der mit Geldstrafen oder Gefängnis bis zu fünf Jahren bestraft werde. Sie bittet Zeugen um Hilfe: „Wer hat zur Tatzeit Personen auf der Fußgängerbrücke Finkenweg beobachtet und kann Angaben zum Tathergang machen? Wer hat ein junges Paar in der Umgebung Heinz-Emondsstraße, Jüngersdorfer Straße, Amselweg oder Finkenweg zur Tatzeit beobachtet?“

Hinweise können an die Bundespolizei unter der kostenfreien Hotline: 0800-6888000 oder jeder anderen Polizeidienststelle gegeben werden.

(red/pol)