Düren: Pfarrgemeinde St. Josef: Konzert zum Jubiläum

Düren: Pfarrgemeinde St. Josef: Konzert zum Jubiläum

Unter der Leitung von Kantor Reinhard Berg findet am Sonntag, 13. Oktober, um 18 Uhr in der Katholischen Gemeindekirche St. Josef in Düren-Süd ein Jubiläumskonzert statt. Anlass ist der 75. Geburtstag der Gemeindekirche.

Auf dem Programm stehen eine Messe und ein Oratorium für Soli, Chor und Orchester. Das Besondere: Kantor Berg hat beide Werke von der ersten bis zur letzten Note selbst komponiert.

„In unserer heutigen Zeit, die geprägt ist von Orientierungslosigkeit, aber auch von der Suche nach Sinn, ist es mir als Kirchenmusiker und Komponist ein Anliegen, neue Ideen zu entwickeln und in Musik umzusetzen. Dabei habe ich einen musikalischen Weg gewählt, der sich einerseits an den Vorbildern der Musikgeschichte orientiert, andererseits inhaltlich uralte Gedanken neu definiert, reflektiert und oft auch anders als gewohnt in Musik umsetzt. Ziel meiner Tonsprache ist es, Texte musikalisch möglichst kontrastreich und für die Zuhörer in Melodik und Harmonik nachvollziehbar auszuarbeiten und zu deuten“, erläutert Kantor Berg seine Beweggründe.

Es ist eine große Herausforderung, ein Messordinarium neu zu komponieren, da es schon so unglaublich viele barocke, klassische, romantische und zeitgenössische Vorbilder gibt.

Der Dürener Theologe Johannes Pasch hat die liturgischen Texte zu den einzelnen Messteilen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei neu überdacht und einen ungewohnten neuen, stilistischen und inhaltlichen Textansatz gefunden.

Die Vertonung erfolgte zwischen November 2012 und März 2013. Im Konzert erklingt also eine Uraufführung.

Ein „Musikdrama“

Aus Anlass des 650-jährigen Bestehens der Kapellenanlage „Muttergotteshäuschen“ an der Zülpicher Straße ist das Oratorium im November 2009 schon einmal mit großem Erfolg aufgeführt worden.

Die Idee dazu hat Kantor Berg während eines Kuraufenthaltes in Bad Kreuznach im Sommer 2008 gemeinsam mit dem Meerbuscher Pädagogen Dieter Schwarz entwickelt, der dann das Libretto schrieb, in dem unter anderem auch biblische Texte aus Ijob, Exodus, den Psalmen, dem Lukas- und dem Johannes-Evangelium verarbeitet sind.

Das Oratorium ist als „Musikdrama“ angelegt und handelt von Verzweiflung, Glaubenszweifel, Selbstzweifeln, aber auch von Hoffnung, Liebe, Glauben und Vertrauen. Inhaltlich geht es um einen Menschen, der in einer verzweifelten Lebenssituation auf einer „inneren Wallfahrt“ versucht, den Weg zu sich selbst, zu seinen Mitmenschen und zu Gott zu finden.

Die Ausführenden des Konzertes sind: Melanie Boving (Sopran), Martina Schütz-Berg (Alt), Walter Drees (Tenor), Wolfgang Tombeux (Bariton), der Kirchenchor und Frauenchor von St. Josef und ein Projektorchester.

Karten zum Preis von zwölf Euro sind an der Abendkasse in St. Josef erhältlich. Kinder und und junge Leute bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Mehr von Aachener Zeitung