Düren: Per Fragebogen zum schnellen Internet

Düren: Per Fragebogen zum schnellen Internet

Eine attraktive Breitbandversorgung ist ein sehr wichtiger Standortvorteil. Und das nicht nur für Firmen und Freiberufler.

„Die Zahl derer, die zu Hause arbeiten, wird immer größer. Und auch Kinder und Jugendliche fragen zunehmend nach leistungsfähigen Breitbandanschlüssen.” Bürgermeister Paul Larue und Wirtschaftsförderer Heinz Mannheims haben festgestellt, „dass die Breitbandversorgung in Düren insgesamt recht gut ist, in einigen dörflichen Bereichen aber Nachholbedarf besteht”. Und diesen Bedarf will die Stadt jetzt konkret ermitteln.

Mit einer Befragung per Fragebogen soll dies geschehen. Gleichzeitig geht die Stadt auf die Suche nach Netzbetreibern. In den Stadtteilen Merken, Konzendorf, Birgel, Berzbuir und Kufferath lassen die Geschwindigkeiten der Internetanschlüsse zu wünschen übrig. Betroffen sind in den genannten Stadtteilen knapp 6200 Einwohner. Sie werden in den nächsten Tagen angeschrieben und erhalten einen Fragebogen. „Unser Ziel ist es, mindestens 16 000 kBit/s anbieten zu können”, sagt Heinz Mannheims.

Bis zum 31. August erwartet die Stadt die von den Bürgern ausgefüllten Bögen zurück. Direkt ausgefüllt werden kann der Fragebogen auch im Internet auf der Seite des beteiligen Beratungsbüros TE Consult. Die Homepage ist erreichbar unter http://www.te-consult.net und dem Zugangscode BBDüren. Bis zum 17. August erwartet die Stadt Antworten von Netzbetreibern.

„Regionale Anbieter haben durchaus gute Chancen”, heißt es aus dem Rathaus. Bis November, sagt Wirtschaftsförderer Heinz Mannheims, sollen die Voraussetzungen für einen Antrag auf Förderung aus dem so genannten GAK-Programm vorliegen.

Dieses Programm übernimmt „die Schließung einer Wirtschaftlichkeitslücke”, wie es im Amtsdeutsch heiß. Im Klartext: Ein Anschluss von Konzendorf mit seinen 250 Einwohnern an die Datenautobahn wäre für den Netzbetreiber nicht wirtschaftlich. Hier greift das GAK-Programm. Die Kommune schließt diese so definierte „Wirtschaftlichkeitslücke” mit einem Zuschuss von 25 Prozent (etwa 150.000 Euro für die Stadt) und 75 Prozent aus dem GAK-Programm, das Ende 2013 ausläuft.

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