Vettweiß: Pastor Kleemann stirbt im Auto

Vettweiß : Pastor Kleemann stirbt im Auto

Pastor Heribert Kleemann ist tot. Der 54-jährige Geistliche aus Sievernich starb am Samstag gegen 17 Uhr bei einem Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 53 zwischen Gladbach und Poll in seinem Auto.

Das bestätigte Brigitte Schneider, Vorsitzende des Sievernicher Pfarrgemeinderates, am Sonntag auf Anfrage unserer Zeitung. Die polizeilichen Ermittlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen; sie ruhten übers Wochenende.

Deshalb konnte die Polizei am Sonntag über die Identität des Getöteten noch keine Aussage machen. Die Ermittlungen würden Montag fortgesetzt.

Wrack brennt aus

Kleemann war von Gladbach in Richtung Poll unterwegs, als er mit seinem Wagen auf gerader Strecke aus bisher ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam und frontal gegen einen Baum prallte. Laut Polizeibericht soll vermutlich schon die Kollision für den Fahrer tödlich gewesen sein.

Das Auto schleuderte anschließend wieder auf die Fahrbahn und fing Feuer. Da es sich rasch auf den gesamten Wagen ausdehnte, hatten die Rettungskräfte keine Möglichkeit, den Insassen zu bergen.

Als die Feuerwehr ihre Arbeit beendet hatte, war der Wagen vollkommen ausgebrannt. Bremsspuren, so ein Polizeisprecher, wurden nicht gefunden. Wegen der starken Brandschäden an der Teerdecke war die K53 auch Sonntag noch für den Verkehr gesperrt.

Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte Brigitte Schneider, Vorsitzende des Sievernicher Pfarrgemeinderates, dass es sich bei dem Unfallopfer um Pastor Heribert Kleemann handele.

„Wir haben heute schon für ihn gebetet”, berichtete sie am Sonntagmittag. Der Geistliche habe am späten Samstagnachmittag einen Gottesdienst in Nörvenich-Rath halten wollen, sei allerdings nicht dort angekommen.

Auch die Sievernicher Ortsvorsteherin Angelika Stockem berichtete am Sonntag auf Anfrage, dass es sich bei dem Unfallopfer um den Ortspfarrer Kleemann handele.

Kleemann war weit über den Kreis Düren hinaus bekannt geworden, als er die Gruppe um Manuela, die „Seherin” aus Gürzenich, in seiner Pfarrkirche hatte beten lassen. Dort will die junge Frau Botschaften der Gottesmutter empfangen haben. Das hatte vor etwa zwei Jahren Gläubige von weither nach Sievernich strömen lassen. Der Ort in der Gemeinde Vettweiß war daraufhin bundesweit bekannt geworden.

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