Düren: Papiermacherorden für Kölns Ex-Oberbürgermeister Fritz Schramma

Düren: Papiermacherorden für Kölns Ex-Oberbürgermeister Fritz Schramma

Eigentlich wollte Fritz Schramma am 3. Februar mit seiner Frau die „Draumnaach“ der Roten Funken seiner Heimatstadt im Kölner Gürzenich besuchen. Seit seiner Zeit als Oberbürgermeister (2000 bis 2009) ist der 70-jährige CDU-Politiker wie alle Kölner OB Ehrenfunk des Traditionskorps. Doch diesen Termin hat er abgesagt. Fritz Schramma kommt am 3. Februar nach Düren.

Dort nimmt er im Rahmen der Kostümsitzung der „Närrischen Nord Dürener“ im Haus der Stadt den erstmals von der KG in Kooperation mit der Stadt vergebenen „Papiermacherorden“ entgegen.

Im Beisein des designierten Ordensträgers lüftete das Ordenskuratorium um „NDD“-Präsident Herbert Schmidt und Bürgermeister Paul Larue am Mittwoch das drei Wochen lang gut gehütete Geheimnis. „Ich freue mich, dass Fritz Schramma den Anfang macht“, betonte Larue und verwies auf die tiefe Verankerung Schrammas im Karneval. „Er ist für mich ein Urbild des Rheinländers und weit über die Grenzen Kölns hinaus beliebt“, betonte Larue, sozial, kulturell und gesellschaftlich engagiert. Schramma sei eine Persönlichkeit mit bundesweiter Bekanntheit, die in seinem Leben etwas bewegt habe und damit die Kriterien für die Ordensvergabe mehr als erfülle, betonte Schmidt.

Mit dem „Papiermacherorden“ wollen die Närrischen Nord Dürener und die Stadt den Bogen von der karnevalistischen zur wirtschaftlichen Tradition der Stadt spannen. Die Laudatio wird der Kölner Brauchtumsforscher Wolfgang Oelsner halten, der bei den Nord-Dürenern bereits zweimal als „Lehrer Welsch“ an der Närrischen Akademie“ gelehrt hat.

Schramma war hocherfreut, erster Träger des Ordens zu sein, auch wenn dieser nicht seine erste außergewöhnliche Auszeichnung im Karneval sei. Schon 2002 wurde ihm in Hagen die „Kette des Goldenen Humors“ verliehen, bei der KG „Böse Geister“ in Münster ist er Ehrengeist.

Mit Düren verbinde ihn nicht nur die Freundschaft zu Paul Larue, betonte Schramma. Auch auf zahlreiche Besuche auf der Annakirmes blicke er gerne zurück. Und Papier lag und liegt ihm schon immer sehr am Herzen, versicherte der 70-Jährige.

Heutzutage lese er zwar auch Nachrichten auf dem Smartphone, freue sich aber jeden Morgen darauf, seine drei Zeitungen zu lesen. „Und Notizen für Reden halte ich immer zuerst handschriftlich auf Papier fest, bevor ich mich an den Computer setze“, betonte Schramma.

Mit dem „Papiermacherorden“ wollen die „Närrischen Norddürener“ und die Stadt eine neue Tradition etablieren. Dem Vernehmen nach soll das Ordenskuratorium auch schon Kontakte zum Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki aufgenommen haben.

(ja)