Düren: Osiris Pausch stellt „RocknRoll-Katzen” im Komm aus

Düren: Osiris Pausch stellt „RocknRoll-Katzen” im Komm aus

„Die seltsame Welt des Osiris Pausch” - gleich mehrere Werke des Dürener Künstlers tragen diesen allzu treffenden Titel. In erster Linie Musiker der Dürener Band „King Bongo Bongo´s Silly Suicide Circus”, zeigt Osiris Pausch - unter anderem bekannt als Ossi Guitar - nun, dass er auch malen kann.

„Ich würde mich als malenden Musiker oder auch als musizierenden Maler bezeichnen, je nach dem welche Phase gerade durchschlägt”, erklärte Osiris Pausch bei der Eröffnung seiner Ausstellung im Kulturzentrum Komm.

„Meine Eltern förderten nämlich nicht nur meine musikalische, sondern auch meine künstlerische Ader”, ergänzte er. Unter dem Motto „Pausch Cards - Grafik im Postkartenformat” präsentiert Pausch nun Postkarten mit frechen und anstößigen Comic-Figuren. „Normalerweise haben Postkarten einen Auftrag. Meine Karten sollen jedoch Verwirrung, Irritation und Absurdes schaffen”, erklärte der Künstler seine Intention und fügte hinzu: „Sie sollen stören.” Dies gelingt ihnen nur zu gut: Von Totenköpfen über den stummen Fisch im Wasserglas bis hin zu etlichen Katzen reichen die skurrilen Motive der Collagen. Nicht selten kommt dabei sein Hang zur Musik durch. Pausch: „Mit den Katzen verbindet man RocknRoll”.

Lässig wie „Schnipsel und Kritzeleien” an Pinnwände geheftet, zeigen die mal vollendeten, mal unfertigen Zeichnungen den Mut des Künstlers zu reduzieren. „Es soll so sein, wie es ist”, beschrieb Pausch seine Vorliebe für das Realistische seiner Kunst. Sowohl die Rückseite einer Packung Cornflakes als auch bedrucktes Papier dienen ihm als Material, auf dass er mit Edding und Lackstift die verschiedensten Figuren zeichnet.

Ein Besuch der Ausstellung lohnt nicht nur aufgrund der gelungenen, unkonventionellen Werke. Auch präsentieren diese ein Stück weit die Persönlichkeit des Künstlers: „Die Bilder sind elegant, aber auch schlampig und humorvoll - so sehe ich mich auf jeden Fall”, erklärte Osiris Pausch.

Wer die Werke noch sehen will, hat am Mittwoch und Donnerstag Gelegenheit dazu. Von 11 bis 18 Uhr ist das Kulturzentrum Komm geöffnet.

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